In dieser Güllegrube war Fuchs Roxy gefangen.

So ein niedlicher Racker!

Kleiner Fuchs landet in der Grube - und fordert Feuerwehr heraus

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Häschen in der Grube: Das kennt man ja aus einem viel gesungenen deutschen Kinderlied. Mit einen kleinen Fuchs in der Grube hatte es am Maifeiertag die Feuerwehr Anzing zu tun. 

Anzing– Die Geschichte, die hier erzählt wird, geht gut aus. Die Einsätze der Feuerwehr in Anzing sind in den letzten Jahren enorm angestiegen. „Tierrettungen“, sagt Kommandant Tobias Bönte, „waren noch nicht oft dabei“. Um so mehr freut es den erst vor ein paar Wochen zum ehrenamtlichen Feuerwehrchef bestimmten Journalisten, dass gleich der erste tierische Einsatz unter seiner Einsatzleitung ein glückliches Ende gefunden hat. In diesem Fall für einen kleinen Fuchs.

Am Maifeiertag war es, mittags gegen 12.30 Uhr, als Spaziergänger sich über die Leitstelle der Feuerwehr an die Anzinger Ortswehr wendeten mit dem Hilferuf: „Fuchs in eine Güllegrube im Ortsteil Oberasbach“.

Vor Ort stellte sich, so berichtete der Kommandant, glücklicherweise heraus, dass die Grube nicht mehr in Betrieb war. In circa 1,80 Meter Tiefe fanden die Feuerwehrler ein Gemisch aus Regenwasser und Gülleresten mit Bewuchs darin vor. Die zähflüssige Masse war immerhin so stabil, dass sie das Jungtier halbwegs trug. Der kleine Fuchs drohte somit nicht unmittelbar einzusinken. Mit verschiedenen Mitteln versuchten insgesamt elf Feuerwehrler, das Tier aus seiner misslichen Lage zu befreien. Bönte: „Doch der Fuchs erwies sich als sehr clever und schlug unsere Angebote einfach aus.“

Erst nach fast zwei Stunden bekamen die Helfer den kleinen Gast schließlich mit einer Schlinge zu greifen und konnten ihn aus seiner misslichen Lage befreien. Inzwischen hatte der Untergrund stellenweise bereits nachgegeben, so dass „Roxy“, diesen Namen hat die kleine Fuchsdame inzwischen bekommen, zumindest ab und an schwimmen musste.

Weil nicht klar war, ob „Roxy“ von sich aus wieder nach Hause finden würde, brachten die Anzinger Feuerwehrler den Jungfuchs in eine Station des Vereins „Eichhörnchen Schutz“, der sich neben Eichhörnchen auch um andere Wildtiere kümmert.

Die Übergabe fand noch am Nachmittag in Eching statt. Von dort wurde Roxy nach einer ersten Untersuchung zur Tieroase Stefanshof bei Ingolstadt gebracht, wo das Tier nun, wie sich Bönte versichern ließ, zusammen mit anderen Jungfüchsen aufwachsen kann.

Der Kommandant berichtet: „Wir gehen davon aus, dass unser Fuchs irgendwann wieder in die freie Wildbahn entlassen wird“.

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