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Noch mindestens 16 Jahre werden die Solarfelder an der A94 sauberen Strom liefern.

Energie

Profitabler Sonnenstrom

Anzing - Die Solarfelder zwischen Anzing und Forstinning  liefern Ökostrom für mehr als 600 Familien - und rechnen sich.

Vier Jahre bestehen sie nun mittlerweile, die insgesamt drei Solarfelder mit einer Gesamtfläche von mehr als 39 000 Quadratmetern nördlich des Anzinger Ortsteils Unterasbach, direkt an der Autobahn A 94. Waren einige Bürger auf Grund der großen Fläche anfangs noch skeptisch, fallen die mittlerweile etwas eingegrünten Anlagen zwischen den Maisfeldern nur noch bei genauerem Hinsehen auf.

Die knapp vier Hektar Gesamtfläche teilen sich auf ein großes Solarfeld mit 28 000 Quadratmeter und zwei kleinere Felder mit 5500 bzw. 5900 Quadratmeter auf. Alle drei wurden im September 2012 in Betrieb genommen. „Seitdem gab es keinerlei Probleme. Die Anlagen laufen störungsfrei und liefern ziemlich genau die im Vorfeld von und berechnete Strommenge“, sagt Christian Graf von der Firma Envalue aus Hofkirchen bei Passau, die die Anlagen errichtet hat.

Pro Jahr werden 2500 Megawattstunden Öko-Strom gewonnen, der durchschnittliche Jahresverbrauch von 636 Vier-Personen-Haushalten, erläutert Graf. Seit Errichtung der Solarfelder wurden somit circa 10 000 Megawattstunden Öko-Strom produziert und der Umwelt 6000 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid erspart. Wie bei Photovoltaikanlagen im Privatbereich produzieren die insgesamt 9732 verbauten Solarmodule Gleichstrom, der durch Wechselrichter in Wechselstrom umgewandelt und dann ins Netz eingespeist wird. Dies erfolgt direkt vor Ort.

Um Manipulationen und Diebstahl vorzubeugen, sind die Solarfelder komplett eingezäunt und mit Stacheldraht gesichert. Eine reine Vorsichtsmaßnahme, die laut Envalue bei allen Anlagen standardmäßig durchgeführt wird.

Mittlerweile sind die drei Solarfelder in Anzing vollständig an Investoren verkauft worden. „Dies ist der normale Ablauf: Wir errichten die Solarfelder und suchen dann Investoren, die diese übernehmen und betreiben“, erklärt Christian Graf. Bei den beiden kleineren Teilen kümmere sich Envalue allerdings noch um die Instandhaltung.

Und auch einige ortsansässige Landwirte profitieren. Neben der Pacht, die sie für die Flächen der Solarfelder erhalten, wurden einige beauftragt, die Grünflächen zwischen den Solarmodulen zu pflegen. „Damit das Gras nicht so hochwächst und die Module verschattet“, so Graf. Angelegt sind die aktuellen Planungen auf eine Laufzeit von 20 Jahren. So lange seien zunächst alle Verträge abgeschlossen worden, es gebe allerdings eine Verlängerungsoption, so Envalue. Dann müsse man sehen, in welchem Zustand die Solarfelder seien, ob man Teile erneuern müsse und ob dies wirtschaftlich sei.

Sollte man sich entscheiden, die Solarparks nicht weiter zu betreiben, baue man alles zurück und die Flächen können wieder landwirtschaftlich genutzt werden. Doch bis dahin werden noch einige Megawattstunden Strom aus Anzing ins Stromnetz fließen.

Tobias Bönte

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