Die Musikkapelle Gelting hat schon lange nicht mehr öffentlich spielen können. Am Sonntag begleitete sie den Anzinger Festgottesdienst im Stadion musikalisch.
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Die Musikkapelle Gelting hat schon lange nicht mehr öffentlich spielen können. Am Sonntag begleitete sie den Anzinger Festgottesdienst im Stadion musikalisch.

Gartenbauverein trotzt dem schlechten Wetter und feiert unbeirrt sein 125-jähriges Bestehen

Anzinger Gartler werden für Mut und Optimismus belohnt

  • VonJörg Domke
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Der Gartenbauverein Anzing hat sein 125-jähriges Bestehen gefeiert - bei widrigen Wetterbedingungen. Doch die Gartler blieben standhaft und wurden belohnt.

Anzing – Man mag es kaum glauben: Vor dem Festgottesdienst am Sonntag, 18. Juli, zur Feier des 125-jährigen Bestehens des Gartenbauvereins Anzing hatte es kräftig geregnet. So sehr gar, dass man Verständnis hätte aufbringen können, wäre die Zeremonie mit Weihe der funkelnagelneuen Vereinsstandarte kurzerhand in die Pfarrkirche verlegt worden. Doch die Organisatoren blieben unbeirrt und mutig.

Und dieser Optimismus wurde dann auch belohnt. Während der ökumenischen Feierstunde blieb es für alle trocken; und zwar nicht nur für die, die erstmals die neue Tribünenüberdachung im Stadion genießen durften. Nach dem Gottesdienst aber zog sogleich wieder ein Schauer über Anzing. Der war aber nur von kurzer Dauer, sodass Festausschussvorstand Peter Moossmann noch halbwegs zufrieden dreinschauen konnte. Wäre da nicht der verregnete Samstag gewesen, an dem der Pflanzenmarkt im Sportzentrum nur mit erheblichen Einschränkungen stattfinden konnte.

Landtagspräsidentin Ilse Aigner eröffnet die Feier

Eröffnet wurde das dreitägige Jubiläumsfest der Gartler schon am Freitag mit einem Besuch und einer Festansprache der bayerischen Landtagspräsidentin Ilse Aigner. Die CSU-Politikerin trug sich bei der Gelegenheit ins Goldene Buch der Gemeinde ein. Beobachtet und begleitet von den drei Bürgermeistern, Vizelandrätin Magdalena Föstl, MdL Thomas Huber, MdB Andreas Lenz und Gartlerchefin Danka Löbel.

Lange schien es am Sonntag so, dass all das, was man monatelang geplant hatte, ins Wasser fallen könnte. Doch als Pfarrer Bernhard Waldherr von der eigens auf dem Rasenspielfeld aufgebauten und mit Grün geschmückten Bühne die weit über 200 Besucher auf der Tribüne begrüßte, waren die Regenschleusen geschlossen.

Pfarrer sieht in Anzing Naturparadies

Die Predigt zum Tage übernahm dessen evangelischer Kollege Karl-Heinz Fuchs. Der stellte, man hätte es ahnen können, den Psalm 104 in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Das ist der, der sich mit der Schöpfung befasst. Fuchs bedankte sich bei denen, die sich früher und heute einsetzten und einsetzen dafür, dass Anzing so etwas wie ein Naturparadies geworden sei. Die vielen Blumen und die Fürchte, die nicht zuletzt durch fleißige Gartenarbeit entstünden, seien ein Zeichen dafür, auch mal innezuhalten und dankbar zu sein für all das, was wir die Schöpfung nennen.

Schon am Freitag wurde das Gartlerjubiläum eröffnet. Dazu trug sich die Landtagspräsidentin Ilse Aigner (sitzend) ins Goldene Buch der Gemeinde Anzing ein. Zur Freude der Vereinsführung und der drei Bürgermeister.

Auch wir Menschen, so Fuchs weiter, könnten im übertragenen Sinne wie Blumen und Früchte wirken und unsererseits Schönheit in die Natur tragen. Zum Ausdruck komme das in einem verantwortungsvollen Engagement für die Umwelt und die Natur. Gerade die aktuellen Ereignisse in Westdeutschland mit Hochwasserereignissen in bislang ungekannten Ausmaßen zeigten, wie gewaltig die Aufgaben seien, vor denen wir alle gemeinsam stünden.

Versammlung im Anzinger Sportzentrum kurz vor dem Kirchenzug. Die Organisatoren waren mutig geblieben und wurden dafür auch belohnt.

Die aktuellen Ereignisse, die inzwischen auch Teile Bayerns erfassten, standen nicht wirklich im Mittelpunkt der Predigt, wohl aber in der einen oder anderen Fürbitte. Pfarrer Waldherr verwies darauf, dass die Kollekte des Tages gezielt für die Opfer der aktuellen Naturkatastrophen im Lande verwendet werde. Wer sich hier engagieren mag, so Waldherr, der könne sich in diesen Tagen direkt ans katholische Pfarramt in Anzing wenden.

Nach einem kurzen Fest-umzug über eine halbe Stadionrunde und einem gemeinsamen Mittagessen im Biergarten des Forsthofs schloss das Jubiläumsfest der Gartler am Nachmittag mit ein paar Ansprachen und Ehrungen verdienter Mitglieder.

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