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Erfahru ngsaustauch der Abzeichen-Verantwortlichen (v.l.): Gerti Reischel, Henry Halbig, Martin Fischer, Manfred Händel, Michaela Rett, Kathrin Kurz, Sebastian Heilbrunner, Manuela Heinzmann, Manfred Klemm, Gottfried Scholz, Hedwig Stiening, Ingrid Golanski. Nicht im Bild: Albert Süß, Helmut Beindner. jwg

BLSV hat die Anforderungen angepasst - Sportabzeichenprüfer werden in Anzing informiert

„Sportabzeichen hat wieder Hochkonjunktur“

Genau fünf Jahre ist es her, als pünktlich zum 100. Geburtstag der Leistungskatalog des beliebten deutschen Fitnessordens, das Deutsche Sportabzeichen, grundlegend und damit strukturell überarbeitet wurde.

Anzing – In Bayern kam hinzu, dass das Sport-Leistungsabzeichen des Freistaats abgeschafft wurde. Die Disziplinen messbarer sportlicher Leistungen wurden den vier Kategorien Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination zugeordnet und in den Anforderungen angepasst.

Doch nichts ist so beständig wie die Veränderung. Um darüber und über Erfahrungen und Verbesserungspotenziale sich auszutauschen, lud Ingrid Golanski, Vorsitzende des BLSV-Kreises Ebersberg, in Vertretung des erkrankten Kreisreferenten Eberhard Littwin, die Sportabzeichen-Prüfer in die Gaststätte des Anzinger Sportparks. Keinen Geringeren als den Sportabzeichen-Referenten des Sportbezirks Oberbayern, Henry Halbig, seines Zeichens auch in dieser Funktion für den Nachbar-Sportkreis München-Land, hatte Golanski für die inhaltliche Führung durch den Abend gewonnen.

Statistisch Positives konnte Halbig vermelden. Die Abwärtsspirale, die in Bayern im Jahr 2016 mit 18 924 Sportabzeichen-Abnahmen ihren Tiefpunkt erreicht hatte, wurde 2017 mit 21 565 Absolventen in einen Positivtrend umgekehrt. Der Landkreis Ebersberg befindet sich unter den 22 Kreisen des Bezirks mit 834 Abnahmen im guten Mittelfeld. Halbig hält dies für eine „großartige Leistung“, weil zum einen die Anzahl der Prüfer rückläufig ist, wie auch der Rückgang an entsprechenden Schwimmbädern Einfluss hatte. Das führte letztlich dazu, dass es zwar noch Schwimmdisziplinen gibt, nun aber nur noch die Schwimmfähigkeit nachgewiesen werden muss.

Die Änderung für 2018 ist – durch Anpassung der Leistungsanforderungen – die Attraktivitätsverbesserung im Nordic Walking bei Frauen und Männern. Als ganz wichtig stufte Halbig diesen Erfahrungsaustausch ein. Die Berichte aus den Vereinen zeigten auf, welch unterschiedlichen Anreize unter Berücksichtigung lokaler Bedingungen geschaffen worden sei, um das Sportabzeichen wieder in die Nähe bereits erreichter Attraktivität zurückzubringen.

Dazu gehört auch das Zusammenwirken mit Krankenkasse, Schulen und der Sportabzeichen-Wettbewerb für Betriebe. „Auch die Abnahme des Abzeichens im generationsüberschreitenden Familienverbund ist Spaß als auch Zusammenhalt fördernd, und in den Vereinen mit einem Positivtrend belegt“, so Halbig. Behinderte müssen nicht abseitsstehen.

Im Landkreis Ebersberg ist Manfred Stiening aus Vaterstetten abnahmeberechtigt für Behinderte. Für alle, ob Menschen mit oder ohne Behinderung, sei es besonders nach längerer Sportpause oder überstandener Krankheit der ärztliche Rat einzuholen, damit jeder weiß, was er sich zutrauen kann, sagt der Funktionär.

Alle Prüfer weisen daraufhin, dass nur regelmäßiges Sporttreiben die Grundvoraussetzung für ein freudvolles Sporterlebnis sein kann. „Die wärmere Jahreszeit begünstigt die Leistungsbereitschaft, Sportabzeichen hat jetzt wieder Hochkonjunktur“, ist Henry Halbigs Fazit und Appell, für das Sportabzeichen als „Olympia der Bürger“ zu werden.

Informationen bietet der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) unter www.deutsches-sportabzeichen.de. Die Adressen lokaler Sportvereine sind auch auf Internetseiten der jeweiligen Städte und Gemeinden zu finden. Im Landkreis Ebersberg finden sich Abzeichen relevante Vereine in Anzing, Ebersberg, Glonn, Grafing, Poing, Vaterstetten und Zorneding.

Wilfried Gillmeister

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