Wasser
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Bald beziehen die Gemeinde Anzing, Forstinning und Forstern dasselbe Trinkwasser.

Spatenstich am 23. März

Anzing, Forstinning, Forstern: Drei Gemeinden, eine Wasserversorgung

  • vonJörg Domke
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Verwaltungstechnisch arbeiten die Gemeinden Anzing, Forstinning und Forstern, was die Trinkwasserversorgung angeht, schon seit vielen Jahren zusammen. Nun steht auch ein technischer Zusammenschluss bevor.

Anzing/Forstinning/Forstern – Die bestehenden Wasserleitungen des früheren Versorgers Anzing/Forstinning einerseits und Forstern andererseits werden miteinander verbunden. Und nicht nur das: Insbesondere im Bereich der Gemeinde Forstinning erfolgen demnächst größere Arbeiten an einer ganz neuen 300er-Wasserleitung als Ersatz für das in die Jahre gekommene alte System. Der bevorstehende Bau einer Verbundwasserleitung der drei genannten Kommunen startet am Dienstag, 23. März, mit einem symbolischen Spatenstich um 13 Uhr bei der Druckerhöhungsanlage in Aitersteinering. Abgeschlossen werden die Tiefbauarbeiten heuer im Herbst, hieß es gestern bei einem Pressegespräch in der Geschäftsstelle der Wasserversorgung Forst Nord in Anzing.

2,6 Kilometer Leitungen werden verbaut

„Auf einer Länge von ca. 2,6 Kilometern, verlaufend in der Mühldorfer Straße in Forstinning über Aitersteinering und parallel zur alten B 12 im Radweg bis nach Neupullach, wird eine neue Verbundwasserleitung verlegt“, so Verbandschef Rupert Ostermair. Die Einbindungen in die bestehenden Versorgungsleitungsnetze erfolgen dabei in Höhe der Ortsmitte beim ehemaligen Huber-Wirt (Straße nach Moos) und im Feldweg in Neupullach. „Dabei sind auch Straßenquerungen durch die neue Verbundwasserleitung an mehreren Straßenbereichen erforderlich“, so Ostermair, zugleich Forstinnnings Bürgermeister. Die Maßnahme diene in erster Linie dazu, die Versorgungssicherheit im Verbandsgebiet weiter zu erhöhen. Oberstes Ziel sei und bleibe es, die Trinkwasserlieferung langfristig in kommunaler Hand zu belassen, so Ostermair weiter.

Verbund von vier Brunnen

Die Baumaßnahmen starten im Bereich Huber-Wirt. Danach wandert die Baustelle Richtung Aitersteinering und weiter bis Neupullach. Im Endzustand werde es einen technischen Verbund zwischen den beiden Anzinger Brunnen und den zwei Forsterner Brunnen geben. Die Tatsache, dass am Ende vier Brunnen das Trinkwasser der drei Kommunen liefern würden, mache die Gesamtsituation sicherer und flexibler, so Thomas Grögler. Im Vorfeld, ergänzte der Werksleiter, sei die Mischbarkeit der Forsterner und Anzing/-Forstinninger Wässer geprüft und auch bestätigt worden. Das sei sozusagen Grundvoraussetzung des leitungstechnischen Zusammengehens gewesen.

Verkehrsbehinderungen während der Bauzeit

Es ist geplant, während der Tiefbaumaßnahme Teil- bzw. Vollsperrungen betroffener Straßen zeitweise einzurichten. Die etwaigen Umfahrungen würden entsprechend ausgeschildert. Es sei aber durchaus mit erheblichen Einschränkungen und Störungen im Straßenverkehr zu rechnen. Erfreulicher Nebeneffekt: Zwischen Huber-Wirt und Ortsende bei Aitersteinering wird die Fahrbahn im Zuge der Mühldorfer Straße komplett neu geteert. Dazu finden noch abschließende Gespräche mit dem künftigen Baulastträger, den Landkreis Ebersberg, statt, so Ostermair gestern.

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