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Der Anzinger Lidl-Markt will außerhalb neu bauen.

Gewerbe in Anzing

Gegner wollen sich weiter wehren

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Die Gegner der Erweiterung des Anzinger Gewerbegebiets geben nicht auf. Jetzt bringen sie eine Bürgerbefragung ins Spiel.

Anzing – Im Gemeinderat hatte sich der Agenda-Arbeitskreis „Ortsgestaltung“ zuletzt nicht durchsetzen können mit dem Ansinnen, eine Bebauung der landwirtschaftlichen Fläche zwischen dem Gemeindefriedhof und der A 94 entlang der Erdinger Straße in Anzing doch noch zu verhindern. Lediglich die beiden Grünen-Ratsmitglieder Judith Lack und Reinhard Oellerer schwenkten sozusagen um und stimmten gegen eine Ausweitung des Gewerbegebiets an dieser Stelle.

Wie berichtet, soll auf dem besagten Areal ein neuer Lidl-Supermarkt entstehen. Der bestehende Markt des Discounters soll dagegen verkauft und von einem örtlichen Handwerksbetrieb übernommen werden. Zusätzlich könnten auf dem heutigen Lidl-Kundenparkplatz weitere Gebäude für gewerbliche Zwecke entstehen. Man habe keine wirkliche Alternative, hatte die Verwaltung stets betont.

Nachdem der Rat also zuletzt seine bisherige Stoßrichtung nochmals untermauert hatte, deuteten die Agenda-Aktivisten an, unter Umständen eine formelle Bürgerbefragung in Gang zu bringen. Die dafür erforderlichen Unterschriften glaubt man relativ einfach zusammen zu bekommen. „Die Würfel sind noch nicht gefallen“, sagte Agenda-Sprecher Ulrich Fröde nun auf Nachfrage der Heimatzeitung. Er verwies zudem auf den 16. Juni. Bis dahin werde sich der Arbeitskreis „Ortsgestaltung“ entschieden haben, und dann werde es auch eine offizielle Erklärung geben.

Gleichwohl sind Fröde und Mitstreiter nicht untätig geblieben seit der einschlägigen Abstimmung im Gemeinderat Anfang Mai.

Vor einigen Tagen wurde ein Brief an Landrat Robert Niedergesäß verfasst, in dem auf sechs Seiten plus beigelegten Anlagen der gesamte Vorgang protokolliert worden sei, so Fröde. Ausführlich begründet der Arbeitskreis zudem seine Argumentation, warum er eine Bebauung an dieser Stelle ablehnt. Niedergesäß habe den Eingang des Briefes aus Anzing inzwischen bestätigt und mitgeteilt, das Schreiben an die zuständigen Stellen im Landratsamt weitergeleitet zu haben.

Mehr wollte Fröde über den Inhalt des Briefes mit Verweis auf die in Kürze geplante Presseerklärung jedoch nicht sagen. Auch Bürgermeister Franz Finauer habe eine Kopie des Briefes bekommen.

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