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Jetzt ist es fix: Anzings Ortsmitte wird in den nächsten Jahren aufgehübscht

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Von: Armin Rösl

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Skizze
Farblich markiert ist das Sanierungsgebiet Ortsmitte Anzing. Mittendurch verläuft die Högerstraße.  © Gemeinde Anzing / Büro Plankreis

Der Ortskern von Anzing soll aufgehübscht und attraktiver gemacht werden. Der Gemeinderat hat hierfür jetzt eine Sanierungssatzung beschlossen. Mitmachen kann jeder.

Anzing – Ein attraktiver Ort zum Wohnen und Leben für alle Generationen: Das ist eines der Ziele, die die Gemeinde und der Gemeinderat für die Zukunft von Anzing formuliert haben. Hierfür soll die Ortsmitte (zwischen Pfarrkirche und Münchner Straße) in den nächsten Jahren und Jahrzehnten „in ihrer Funktion erhalten und als wirtschaftlicher und gemeinschaftlicher Mittelpunkt weiter gestärkt“ werden. So steht es in der Begründung zur Sanierungssatzung, die der Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstagabend beschlossen hat. Darin sind mehrere Ziele aufgelistet.

Ziele der Sanierung der Ortsmitte

• Erhalt und Weiterentwicklung des Ortsgrundrisses unter Wahrung der ortstypischen, dörflichen Maßstäblichkeit.

• Ausbau eines identitätsstiftenden Ortskerns zwischen Pfarrkirche und Münchner Straße unter Berücksichtigung der historisch gewachsenen Strukturen wie z. B. landwirtschaftliche Höfe, giebelständige Gebäudestellung, Straßen- und Wegeverläufe etc.

• Die öffentlichen Räume sind zu sanieren und aufzuwerten, auf eine weitestgehende Barrierefreiheit ist zu achten, Aufenthaltsqualitäten sind zu schaffen.

• Baudenkmäler sowie ortsbildprägende Gebäude sind zu erhalten und wenn notwendig zu sanieren.

• Innerörtliche Flächen- und Gebäudepotentiale, wie z. B. Freiflächen, Baulücken, untergenutzte ehemalige landwirtschaftliche Anwesen, sind zu nutzen und einer baulichen Entwicklung an den Siedlungsrändern vorzuziehen.

Schon in den vergangenen Jahren hat die Gemeinde Anzing zusammen mit Bürgerinnen und Bürgern, mit dem Arbeitskreis Ortsgestaltung und dem Gemeinderat Ideen und Anregungen erarbeitet und gesammelt. Eine davon wird momentan umgesetzt: An der Högerstraße, auf Höhe des Kirchenwirts, wird eine Fußgängerampel fest installiert. Bürgermeisterin Kathrin Alte rechnet damit, dass diese spätestens zum Schulstart im September in Betrieb geht. Die Gemeinde Anzing trägt die Kosten in Höhe von rund 150.000 Euro; hinzu kommen laut Alte noch etwa 8000 bis 10 000 Euro für eine Photovoltaikanlage, die auf dem nahe gelegenen Gemeindehaus errichtet wird. Über diese Anlage soll die Ampel mit Strom versorgt werden.

„Anzing kann sich nur im Miteinander der Maßnahmen der Gemeinde und der Anlieger weiterentwickeln.

Bürgermeisterin Kathrin Alte

Im Untersuchungsgebiet des gewachsenen Straßendorfs entlang der Högerstraße liegen „nennenswerte bauliche, verkehrliche, ökonomische und funktionale Missstände vor“, schreibt die Gemeinde Anzing in der Begründung zur Sanierungssatzung. Diese sollen in den nächsten Jahren verbessert werden – sowohl im öffentlichen als auch privaten Raum. Um Grundstückseigentümern zu Sanierungsmaßnahmen zu motivieren, plant die Gemeinde ein kommunales Förderprogramm, „mit dem dann ab 2022 auch die Bürgerinnen und Bürger von den Städtebauförderungsmitteln profitieren“, kündigt Bürgermeisterin Alte an. Kein Grundstückseigentümer könne aber zur Sanierung verpflichtet werden oder müsse sich an Maßnahmen beteiligen, fügt sie hinzu.

Baustelle
Auf Höhe des Kirchenwirts wird eine Fußgängerampel gebaut. © Johannes Dziemballa

Das insgesamt 13,03 Hektar umfassende Gebiet hat mit der Satzung nun die offizielle Kennzeichnung „Sanierungsgebiete – Ortsmitte“ erhalten. Dieses erstreckt sich von der Erdinger Straße (ab Höhe Friedrich-Georg-Straße) im Norden die Högerstraße entlang bis zum Übergang in die Zornedinger Straße bzw. Beginn des Parkwegs im Süden. Neu miteinbezogen worden ist der Amselweg. Die Umsetzung erfolgt in Zusammenarbeit mit dem von der Gemeinde beauftragten Planungsbüro Plankreis und mit den Bürgerinnen und Bürgern. Alte: „Anzing kann sich nur im Miteinander der Maßnahmen der Gemeinde und der Anlieger weiterentwickeln.“

Anzing will Antrag stellen auf Tempo 30 in der Högerstraße

Um die Ortsmitte attraktiver und auch sicherer zu machen, plant die Gemeinde Anzing laut Bürgermeisterin einen Antrag an die zuständigen Behörden (Landratsamt, Staatliche Bauamt), auf der Högerstraße (Staatsstraße 2081) ein Tempolimit auf 30 km/h einzuführen – angedacht im Bereich zwischen Rathaus und Ampelkreuzung. In ihrer Stellungnahme zur Sanierungssatzung schreibt die Gemeinde Anzing: „Ein großes Verkehrsaufkommen mit hohen Geschwindigkeiten auf der Högerstraße und Erdinger Straße belastet das Wohnumfeld sowie die Aufenthaltsqualitäten im zentralen Bereich.“

In Anzing will sich außerdem ein Verschönerungsverein gründen.

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