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Der Innenraum des Anzinger Kreisverkehrs soll schöner werden. Der Gemeinderat hat sich aber noch nicht festgelegt, wie es dort einmal aussehen soll.

Anzinger Kreisverkehr

Lidl-„i“ kommt nicht in Frage

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Mit seinem Dekorationsvorschlag ist der Discounter nicht durchgekommen: Der neue Anzinger Kreisverkehr bekommt keinen „Anzing“-Schriftzug mit Lidl-“i“.

Anzing –Der neue Kreisel am nördlichen Anzinger Ortseingang  ist seit ein paar Tagen benutzbar. Die Diskussion um seine endgültige Gestaltung im Innenbereich aber hat gerade erst angefangen. Eine Lösung ist noch nicht in Sicht. Das jedenfalls ergab eine Aussprache dieser Tage im Gemeinderat.

Konkret ging es dabei um die Frage, ob man die Autofahrer an dieser Stelle mit einem weithin sichtbaren Gruß ein herzliches Willkommen in Anzing sage wolle – und wenn ja, in welcher gestalterischen Art und Weise. Ein Vorschlag stand dabei zunächst zur Debatte, den die Firma Lidl unterbreitet hatte. Mit E-Mail-Nachricht vom 17. Oktober legt die Lidl Vertriebs-GmbH & Co. KG einen Vorschlag zur Gestaltung des Kreisverkehrsplatzes mit dem Schriftzug „Willkommen in Anzing“ vor. Nach Worten der Gemeindeverwaltung habe Lidl betont, dass sie „auf diesem Weg die langjährige Verbundenheit der Firma Lidl mit der Gemeinde Anzing zum Ausdruck bringen möchte.“ Die besondere Lidl-Note dabei: Der Schriftzug Anzing enthält beim Buchstaben „i“ eine direkte Anleihe am typischen Lidl-„i“ im Logo des Discounters.

Das war allen Gemeinderäten dann doch ein wenig zu viel Nähe zu dem Großunternehmen. Auch wenn es, wie schon mehrfach berichtet, im Zusammenhang mit dem Bau des lange umstrittenen Kreisels zu einem maßbeglichen Teil an den Kosten des Projekts beteiligt war. Allerdings, und das wussten eben auch alle im Plenum, ist es die Lidl Gesellschaft, die von der neuen Verkehrsführung am meisten direkt profitiert.

Kurzum: Der Vorschlag fiel, auch mit seinen vorgelegten, leicht abweichenden Varianten, sang- und klanglos durch.

Noch offen ist auch die restliche gestaltung des inneren Kreisels, in dem sich bereist eine Humus-Kies-Schüttung befindet. Bürgermeister Franz Finauer schwebt eine gelb-blaue Gestaltung vor in Anlehnung an die Wappenfarben der Gemeinde. Entsprechende Ausschreibungen sollen im kommenden Frühjahr an geeignete Gartenbaubetrieb gehen. Im Plenum betonte er, dass ihm eine pflegeleichte Lösung am liebsten sei.

Aus CSU-Kreisen kam der Vorschlag, bis dahin die Zeit zu nutzen und passend zum bevorstehenden Advent dort einen Christbaum zu installieren. Allerdings, erwiderte Finauer, gebe es dafür keine Stromversorgung. Die verlegten Leitungen ins Kreiselinner seien Leerrohre, hieß es.

Derweil haben die Erdarbeiten auf dem direkt anschließenden Grundstück zwischen Gemeindefriedhof und A 94 begonnen. Es handelt sich um das Gelände, auf dem die Firma Lidl einen neuen Supermarkt errichten wird.

Der bestehende Discountmarkt wird, wie vielfach schon berichtet, aufgegeben und samt Parkplatz an hiesige Gewerbetreibende veräußert. Dort wird sozusagen ein neues, kleines Gewerbegebiet entstehen.

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