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Links das Nebengebäude des alten Anzinger Wirtshauses, hier sollen moderne Wohnungen entstehen.

Ortskern Anzing

Alte Post wird optisches Glanzlicht

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Anzing - Der Anzinger Ortskern soll schöner werden. Dazu gehört auch die Neugestaltung des Gasthofs „Alte Post“.

Das Wirtshaus „Alte Post“ ist ohne Zweifel eines der bedeutendsten Gebäude im Ortskern Anzings. Dass das historische Gebäude einmal einen Saal beherbergte, ist längst Geschichte. Dass es im hinteren Nebengebäude jahrzehntelang Probleme mit Altlasten gab, ist eine traurige Wahrheit aus der jüngeren Geschichte des Ortes.

Nun steht das ehrwürdige Haus wieder im Fokus. Der Gemeinderat behandelte am Dienstag einen Vorbescheid zur Renovierung des historischen Gebäudebestandes mit Einbau von Wohnungen und einem Neubau eines Wohnhauses eben in jenem hinteren Bereich. Entstehen sollen insgesamt neben einer weiterhin betriebenen Gaststätte zwölf Wohn- und Gewerbeeinheiten in Größenordnungen zwischen 55 und 150 Quadratmeter. Eine solche Nutzung würde nach Berechnungen von Bürgermeister Franz Finauer 25 Stellplätze erforderlich machen. Die sollen in einer Tiefgarage sowie an der Hirnerstraße hergestellt werden, ging aus einem Plan hervor, den die Verwaltung jetzt vorstellte.

Wichtig war den Gemeinderäten und der Verwaltung, dass die Eingriffe in das Hauptgebäude so gering wie möglich ausfallen. Mit einer zweiten Reihe von Dachgauben könne man sich anfreunden, hieß es im Plenum. Betont wurde, dass die endgültige Entscheidung hier bei der Denkmalschutzbehörde liegen werde.

Ratsherr Reinhard Oellerer wies darauf hin, dass die geplante Tiefgarage sehr nahe an die Stelle rage, bei der die erwähnten Altlasten nachgewiesen worden waren. Nicht alle vorgestellten Neuerungen erschienen dem Grünen ideal gelöst. Das Vorgestellte sei aber in jedem Fall besser als der jetzige Zustand, meinte dagegen SPD-Ratsherr Tobias Bönte. Zweiter Bürgermeister Florian Alte (CSU) sprach schon von einem optischen Glanzlicht, das hier womöglich schon bald entstehen könnte. Nur wenn der Vorbescheid durchgeht, scheint es mit dem Verkauf der Immobilien an den neuen Investor auch zu klappen.

In jedem Fall aber wird ein modernisierter Gasthof ein Markstein im Zuge der geplanten Aufwertung der Ortsmitte. Hier beschloss der Rat übrigens, den Umgriff des Untersuchungsgebietes entgegen bisherigen Vorstellungen der Planer auszudehnen und auch den Bereich Friedrich-Gerg-Straße samt Benefiziatenhaus bei den Untersuchungen hereinzunehmen.

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