Nach Sturz in Anzing

Verletzter Radfahrer ohrfeigt Rettungssanitäter und Polizisten

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Anzing - Rettungssanitäter und Polizisten brauchen ein dickes Fell. Das zeigte sich einmal mehr bei einem Zwischenfall in Anzing. Ein gestürzte Radfahrer ohrfeigte hier einen Sani.

Anzing - Am Tag der deutschen Einheit wurden der Rettungsdienst und die Polizei gegen 21:45 Uhr zu einem Verkehrsunfall mit einem gestürzten, verletzten Radfahrer gerufen. Vor Ort stellte sich nach Angaben der Polizei Poing folgendes Bild dar: Ein 45-jähriger Radfahrer aus Anzing war die Parkstraße entlang gefahren und hierbei, vermutlich aufgrund seiner Alkoholisierung, alleinbeteiligt zu Fall gekommen. Er hatte sich eine stark blutende Kopfplatzwunde zugezogen.

Bei deren Erstbehandlung des Unfallopfers wurde dieses gegenüber der Rettungswagenbesatzung ausfällig und verweigerte eine Behandlung. Der Mann griff die Sanitäter regelrecht an und ohrfeigte einen der beiden Ersthelfer. Wegen seines aggressiven Auftreten wurde die Polizei bereits bei Anfahrt zur Unfallstelle um zügige Unterstützung gebeten, da der Radfahrer weiterhin hochaggressiv war.

Auch gegenüber den eingesetzten Polizeibeamten zeigte sich der Alkoholisierte uneinsichtig und aggressiv. Der Versuch,  besonnen auf das Unfallopfer einzureden und es zu einer ärztlichen Versorgung seiner Kopfplatzwunde zu überreden, scheiterte. Letztendlich ohrfeigte er auch einen Polizeibeamten mit seiner blutverschmierten Hand und packte ihn am Kragen.

Daraufhin ging die Polizei zu Zwangsmaßnahmen über.  Sie überwältigte den Mann und legte ihm Handschellen an. Dabei erlitt eine Polizeibeamtin leichte Verletzungen am Handgelenk. Erst nach seiner Fixierung konnten die Sanitäter die Wunden des Radfahrers versorgen.

Zur Feststellung des Grades der Alkoholisierung wurde eine Blutentnahme angeordnet. Diese wurde in einem Münchener Krankenhaus vorgenommen. Dort wurde der Radfahrer anschließend auch weiterbehandelt. Als Konsequenz seines Verhaltens erwartet den Mann jetzt ein Strafverfahren wegen mehrerer Delikte: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung, Beleidigung mittels einer Tätlichkeit und  Trunkenheit im Verkehr.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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