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Am Anzinger Ortsrand Richtung Poing, nordwestlich der Grundschule, wird ein Neubaugebiet entstehen. Darin wäre auc h genügend Platz für ein weiteres Kinderhaus, hofft man im Rathaus.   

Steigender Bedarf

Vierter Kindergarten für Anzing

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Anzing bekommt einen weiteren Kindergarten. Nordwestlich der Grundschule  soll gebaut werden, hat der Gemeinderat jetzt debattiert.

Anzing – Mehrfach hatte Bürgermeister Franz Finauer in den letzten Monaten bei öffentlichen Ablässen darauf verwiesen, wie schwierig es derzeit sei, ein geeignetes Grundstück in Anzing zu finden, auf dem ein weiteres, dringend benötigtes Kinderhaus gebaut werden könnte. Nun zeichnet sich eine Lösung ab. Finauer bestätigte eine Anfrage der Heimatzeitung, wonach die Gemeinde von mehreren Eigentümern Grundstücke erworben habe, auf denen man ein neues Kinderhaus bauen könnte. Die besagten Flächen liegen nordwestlich der Grundschule. Erst in diesen Tagen seien die letzten notariellen Dinge besiegelt worden, so der Rathauschef gestern gegenüber der Ebersberger Zeitung.

Zunächst gehe es darum, für diesen Bereich, der derzeitig noch landwirtschaftlich genutzt werde, einen entsprechenden Bebauungsplan zu entwerfen. Auf dessen Grundlage dann könnte man unter anderem ein Kinderhaus errichten. Als dringend erforderlich wird in Anzing seit geraumer Zeit eine Einrichtung mit zwei Kiga-Gruppen und zwei Krippen-Gruppen angesehen.  Ideal wäre ein Projekt, bei dem es zudem noch Erweiterungsmöglichkeiten um ebenfalls zwei Kindergarten- und zwei Krippengruppen gebe, so Franz Finauer.

Die Bedarfsberechnungen gäben eine Einrichtung in dieser Größenordnung her, hieß es.

Was eine mögliche Trägerschaft angeht, so hat es inzwischen zwar erste Gespräche gegeben, aber natürlich noch keine Entscheidung.

In Anzing gibt es gegenwärtig mit dem AWO-Kinderhaus, dem katholischen St. Michael-Kindergarten und der Arche drei Einrichtungen mit sieben Kindergartengruppen, zwei Krippengruppen und einem Hort. Dazu kommt noch eine Mittagsbetreuung in der Grundschule. Zumeist sei man an den Kapazitätsgrenzen angelangt, so Johannes Finauer, Mitarbeiter in der Gemeindeverwaltung. Ein möglicher Neubau eines weiteren Kinderhauses würde daher eine spürbare Entlastung in allen Einrichtungen mit sich bringen. Es gebe Überlegungen, in dem künftigen Kinderhaus Kindergartenkinder, Hortkinder und Schüler zur Mittagsbetreuung unterzubringen. Damit würden nicht zuletzt auch wieder Räume in der Grundschule frei, die die Gemeinde für künftige Schüler gut gebrauchen könne. Die letzten Entwicklungszahlen hatten auch für Anzing deutlich steigende Schülerzahlen prognostiziert.

Zusätzlich zu dem so sehnlichst gewünschten Kinderhaus-Projekt soll dem Vernehmen nach auch sozialer Wohnungsbau und anderer Wohnungsbau ermöglicht werden, jedoch eher in einem kleineren Umfang.

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