In diesem Haus in Anzing im Kaiserweg ereignete sich eine Gewalttat, bei der eine 66-Jährige Frau ihr Leben verlor. Jetzt kommt es zur Hauptverhandlung gegen den 56-jährigen Ehemann des Opfers. Foto: Jürgen Rossmann

Staatsanwalt erhebt Anklage wegen Mordes

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Anzing - Mitte Februar wird sich ein 56-Jähriger Anzinger wegen des gewaltsamen Todes seiner Ehefrau (66) vor dem Landgericht München II verantworten müssen.

Die Ermittlungen im Fall des gewaltsamen Todes einer 66-jährigen Anzingerin sind abgeschlossen. Die Staatsanwaltschaft München hat Anklage erhoben wegen des Verdachts des Mordes. „Mitte Februar findet die Verhandlung am Landgericht München II statt“, bestätigte am Montag ein Sprecher der Strafverfolgungsbehörde auf Anfrage der Ebersberger Zeitung.

Angeklagt wird demnach der 56-jährige Ehemann der Anzingerin. Ihm wird vorgeworfen, dass er seine Frau erwürgt hat. Jetzt kommt es zum Hauptverfahren. Über das Motiv des mutmaßlichen Täters gab die Staatsanwaltschaft bisher keinerlei Auskunft. Anfang Juni hatte diese Nachricht in Anzing für Entsetzen gesorgt. In einem Haus im Kaiserweg hatten Mitarbeiter des Finanzamtes Ebersberg bei einem Hausbesuch im Rahmen von Durchsuchungsmaßnahmen die Frau tot in der Badewanne aufgefunden. Im Schlafzimmer daneben lag der 56-Jährige, von dem die 66-jährige mutmaßlich umgebracht wurde. Der Ehemann der Frau war zu diesem Zeitpunkt nicht ansprechbar.

Über die Todesursache des Opfers wurde bisher bekannt, dass es durch eine „intensive Kompression“ am Hals gewaltsam zu Tode kam. Das hatte eine Obduktion der Leiche ergeben.

In der Hauptverhandlung werden die „Ergebnisse der Spurensicherung am Tatort eine entscheidende Rolle“ spielen, kündigte der Staatsanwalt an.

Seit Anfang Juni vergangenen Jahres wartet der mutmaßlich Täter auf seine Verhandlung. Nachdem er im Schlafzimmer am Tatort aufgefunden worden war, wurde er damals mit Vergiftungserscheinungen in ein Krankenhaus eingeliefert.

Die Strafverfolgungsbehörde hat keinen Zweifel, dass es sich bei dem Ehemann um den Täter handelt. Das Ergebnis der Verhandung werde „eindeutig“ sein. Über das Paar war in der Nachbarschaft nicht viel mehr bekannt, als dass es sehr zurückgezogen lebte. Das Opfer, die 66-jährige Karin S., war vier Wochen nach dem gewaltsamen Ableben auf dem Gemeindefriedhof in Anzing beigesetzt worden.

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