Geldquelle für Atemschutz gesucht

Aßling - Zusammenhelfen! Das ist das Motto, dem sich jede Feuerwehr verschrieben hat.

Im Aßlinger Ortsteil Loitersdorf wollen die Männer um Kommandant Thomas Demel jetzt auch außerhalb ihrer eigenen Reihen zum Anpacken animieren. Es geht um professionellen Atemschutz.

Unter „anpacken“ verstehen die Loitersdorfer Florianjünger im aktuellen Fall vor allem Geldspenden. Sie haben einen vierseitigen Flyer kreiert, in dem sie sich über ihre neue Atemschutzausrüstung freuen. Rund 9000 Euro kosten die vier Atemschutzgeräte, die der Aßlinger Gemeinderat für die Loitersdorfer Feuerwehrmänner anzuschaffen beschlossen hat. Sie sollen eine strategische Lücke schließen, die sich daraus ergibt, dass das Gemeindegebiet groß und weitläufig ist, aber nur die Aßlinger Wehr über den öfters notwendigen Atemschutz mit ihren eigenen insgesamt acht Geräten verfügt. Bis derer nämlich die Loitersdorfer Einsatzkräfte habhaft waren, verstrich bislang viel kostbare Zeit.

„Alle rennen raus - wir gehen rein! Und wir brauchen dafür Ihre Unterstützung“, steht auf der ersten Flyer-Seite, die einen Feuerwehrmann mit Sauerstoffflasche auf dem Rücken vor einem Flammenmeer zeigt. Denn nochmals etwas mehr als die von den Gemeinderäten bereitgestellten 9000 Euro werden Ausrüstungsgegenstände um die neuen Atemschutzgeräte herum kosten, also entsprechende Jacken, Rettungsstiefel oder sogenannte Totmannmelder. Und die sollen natürlich jetzt möglichst zeitnah und unabhängig vom angespannten Gemeindehaushalt beschafft werden, damit Demels Atemschutzgeräteträger auch wirklich einsatzbereit sind.

Der Aufruf um finanzielle Hilfe richtet sich an alle Vereine, Firmen und Privatpersonen im ganzen Aßlinger Gemeindegebiet. Fast schon in jeden Briefkasten in Aßling haben die Vereinsmitglieder den Flyer gesteckt. Jetzt hoffen sie auf große Resonanz, „denn Ihre Spende könnte auch Leben retten“, wird erinnert. Die Gemeinde Aßling hat unter ihrem Namen bei der Kreissparkasse ein Konto (IBAN: DE 02 7025 0150 0000 7911 45) eingerichtet, auf das man mit dem Stichwort „Feuerwehr Loitersdorf“ einzahlen kann und dort auch nur mit der Angabe von Namen und Adresse anzumerken braucht, wenn man eine Spendenquittung haben möchte.

„Die Geräte schützen die Feuerwehrleute nicht nur bei der Rettung von Personen aus brennenden oder verrauchten Gebäuden vor gesundheitlichen Schäden, sondern bei allen Einsätzen, bei denen Atemgifte auftreten können“, weiß Kommandant Demel. Also auch bei Fahrzeugbränden, Containerbränden oder Gasunfällen. Und keine Frage ist, dass sich Demel schon jetzt für eingehende Hilfen bedankt. Doch der Kommandant wäre kein richtiger seines Zeichens, wenn er den Spendenaufruf nicht auch noch mit einem anderen Thema verknüpfen würde. „Wir können jede helfende Hand gebrauchen“, steht nämlich ebenfalls im Flyer. Übungen finden jeden ersten Freitag eines Monats von 19.15 Uhr an im Feuerwehrhaus statt. Infos unter (0 80 92) 86 39 86 oder (0172) 8 65 94 13.

Vopn Eberhard Rienth

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