Maibaum: Ohne Versicherung geht nichts

Aßling - Auch Brauchtum braucht Rechtssicherheit, sprich geklärte Haftungsfragen. Der Aßlinger Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung den nächsten Aßlinger Maibaum als „öffentlicher Maibaum anerkannt“, wie es im Amtsdeutsch heißt. Was meint das?

Der Fasching ist noch nicht ganz vorbei, da laufen in den Gemeinden des Landkreises Ebersberg bereits die Vorbereitungen für die nächsten „Großveranstaltungen“. Die Maibaumstüberl werden wieder zum Besuchermagneten werden.

Das Aßlinger Brauchtumsstangerl werden die „Atteltaler“ am Maifeiertag auf dem Dorfanger aufstellen. Der ist Gemeindegrund, weshalb der Trachtenverein diese öffentliche Anerkennung beantragen musste. Aber auch wegen der notwendigen Versicherung. Der für die Aufsteller vorgeschriebene Versicherungsschutz umfasst insbesondere die gesetzliche Haftpflicht aus dem Fällen des Baumes, dem Transport zum Lagerplatz, dem eigenverantwortlichen Auf- und Abbau sowie den Unterhalt und die verkehrsmäßige Sicherung während der Standzeit. Gleiches gelte für ein damit verbundenes Veranstaltungsrisiko, erklärte der geschäftsführende Beamte Wilfried Graupe den Gemeinderäten. Gemeint sei hier die Abwicklung kommunaler Veranstaltungen, die in unmittelbarem zeitlichen Zusammenhang mit dem Aufstellen des Maibaums stünden, beispielsweise also auch Musik und Tanz. Bedenken nahm Graupe sofort die Spitze: Zusätzliche Kosten entstünden durch die Anerkennung als öffentlicher Maibaum weder dem Verein noch der Gemeinde, weil das Risiko in der kommunalen Haftpflicht eingeschlossen werde. Daraufhin erfolgte der vom Trachtenverein erbetene Beschluss des Gemeinderats einstimmig.

Von Eberhard Rienth

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