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Aßlinger CSU: Trotz Kritik kein Gegenkandidat

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Bürgermeister Hans Fent (parteilos) regiert im Aßlinger Rathaus. Er tritt 2020 erneut an
Bürgermeister Hans Fent (parteilos) regiert im Aßlinger Rathaus. Er tritt 2020 erneut an © Stefan Rossmann

Die Aßlinger CSU ist mit der Arbeit des parteilosen Bürgermeisters größtenteils zufrieden. Kritik gibt es aber dennoch. Und: Einen eigenen Kandidaten schickt die Partei nicht ins Rennen.

Aßling – „Das ist schon dreist!“ Aßlings Gemeindeoberhaupt Hans Fent (parteilos) wundert sich über kritische Worte der CSU. Etwas Verärgerung ist ihm anzusehen, doch er bleibt gelassen und sachlich im Gespräch mit der Ebersberger Zeitung. Nach Ernst Sporer-Fischbacher als Sprecher der UNL meldete sich die Aßlinger CSU zum Thema Bürgermeisterwahl in Aßling zu Wort – mit kritischem Unterton.

„Hans Fent hat in den vergangenen Jahren durchaus einen ordentlichen Job gemacht. Wir haben uns dagegen entschieden, jemanden gegen den

Martin Pregler CSU-Ortsvorsitzender
Martin Pregler CSU-Ortsvorsitzender © er

amtierenden Bürgermeister antreten zu lassen – auch im Sinne einer guten Zusammenarbeit, denn wir sehen einige Projekte, die mit voller Kraft angepackt werden müssen“, sagt CSU-Ortsvorsitzender Martin Pregler, der bemängelt, dass das Verkehrskonzept bisher unbefriedigend bearbeitet worden sei. Erst auf Initiative der CSU in den vier Ortsteilen seien ausführliche Messdaten zum Verkehr erhoben worden. „Die Auswertung der knapp 600 Seiten oblag ebenfalls uns selbst“, monierte Pregler und weiter: „Nachdem wir die Auswertung mit teils erheblichen Geschwindigkeitsübertretungen im Gemeinderat präsentiert hatten, wurde den Bürgern von der Verwaltung eine Fachanalyse mit Lösungsvorschlägen von einem Experten versprochen. Darauf warten wir nun trotz mehrfacher Nachfrage seit mehr als anderthalb Jahren.“

Fent ist verwundert

Große Verwunderung bei Bürgermeister Fent. „Das Verkehrskonzept für die Gemeinde Aßling war eines der ersten Themen, das ich selbst sofort nach Amtsantritt in Angriff nahm.“ Er sucht aus einem Ordner die Namen der Mitglieder des Arbeitskreises innerörtlicher Verkehr/Mobilität heraus. Der wurde zu Beginn seiner Amtszeit gebildet, mit Vertretern aller Fraktionen. „Es gibt einen offiziellen und einstimmigen Beschluss des Gemeinderates zum Verkehrskonzept vom 23.1.2018, die Umsetzung läuft, aktuell steht die Überwachung des fließenden Verkehrs auf dem Programm.“

In jüngster Sitzung des Aßlinger Gemeinderats hatte Fent sein Gremium motiviert, die Verwaltung mit Ideen und Vorschlägen zu wesentlichen Standorten zu unterstützen, an denen die Verkehrsüberwachung platziert werden soll (wir berichteten).

CSU: Baugebiet treibt Aßlinger um

Aus Sicht der CSU treibt auch das Baugebiet an der Glonner Straße die Aßlinger um. Mit knapp 50 000 Quadratmetern sei es das bislang größte ausgewiesene Baugebiet. „Es ist uns als CSU enorm wichtig, dass Aßling seinen Ortscharakter behält und hier daher nachhaltig geplant wird. Um dies sicherzustellen, wurden auf Antrag der CSU drei Bebauungsvarianten erstellt.“

Hierzu kontert Fent „Das Baugebiet umfasst 40 000 Quadratmeter. Es besteht keine Gefahr, dass Aßling seinen Dorfcharakter verliert, dazu gibt es einen Grundsatzbeschluss zur gemeindlichen Entwicklung aus dem Jahr 2014, der natürliches Wachstum mit maximal ein Prozent festschreibt – gerade dies bezeichne ich als nachhaltige Planung.“

Der Gemeinderat beauftragte laut Fent den Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München mit drei Planungsvarianten, der Beschluss wurde einstimmig gefasst, alle Gemeinderäte waren anwesend.“

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