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Ein Fahrradwegkonzept für den südöstlichen Landkreis fand jetzt die Zustimmung des Aßlinger Gemeinderats.

Aßlinger Gemeinderat befürwortet neues Radwegekonzept

„Stückwerk und an vielen Stellen zu gefährlich“

In der von den Gemeinden Aßling, Emmering und Frauenneuharting gebildeten Verwaltungsgemeinschaft herrscht Einigkeit: Das Fahrradfahren soll attraktiver werden.

Aßling – Nach den Gemeinderäten von Emmering und Frauenneuharting hat am Dienstagabend auch das Aßlinger Ratsgremium einem entsprechenden Antrag von Konrad Eibl und Max Maier einstimmig sein Plazet gegeben. Warum nicht das Know-how anderer nutzen, dabei zudem auf einen „fahrenden Zug“ aufspringen und noch dazu wiederum andere zum Mitmachen animieren? Das haben sich die beiden Gemeinderäte aus Aßling und Emmering gedacht und waren initiativ geworden: für ein Radwegekonzept in der südöstlichen Ecke des Landkreises.

Eibl und Maier sind alte politische Bekannte, nämlich Mitglieder der Grünen. Beide sitzen an ihrem Wohnort seit Jahren im Gemeinderat. Und beide hatten mitbekommen, dass im Ebersberger Landratsamt eine Planstelle geschaffen worden ist, die die Gemeinden bei der Konzeption und Planung beraten und damit letztlich entlasten soll.

Eibl und Maier sind zudem noch Verbandsräte der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Aßling, Emmering, Frauenneuharting. In dieser Funktion haben sie sich Mitte Juli zusammengetan, um quasi überörtlich etwas zu erreichen.

Verbandsversammlung war dafür

„Es drängen sich Radwegverbindungen zwischen den Gemeinden Aßling, Grafing, Emmering und Frauenneuharting geradezu auf“, konstatierten sie in ihrem Antrag, der jetzt das einstimmige Plazet der im Emmeringer Rathaus tagenden Verbandsversammlung bekam.

Es gehe um den Neubau beziehungsweise eine Optimierung bereits bestehender Radwege. Priorität solle eine Trasse zwischen Aßling und Emmering haben, die möglichst entlang der Staatsstraße verlaufen soll. Denn dort seien auch nachts Fußgänger wie Radler unterwegs und entsprechend „erheblich gefährdet“.

Generell gelte, so Maier und Eibl, dass Radwege in den Gemeinden und im Landkreis „teilweise leider immer noch Stückwerk“ seien und Radfahren „an vielen Stellen viel zu gefährlich“.

Lesen Sie dazu ebenfalls: Auch Fahrradwege versiegeln den Boden: E-Bike-Boom verändert Individualverkehr im Landkreis

Die Nutzung des „absolut umweltfreundlichen Fahrrads“ müsse „gerade auch angesichts des Klimawandels erheblich gesteigert werden“, schrieben die beiden, weshalb man beim landkreisweiten Radwegkonzept mit Blick auf die Vernetzung der drei Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft mitmachen solle. Das fand am 24. Juli nicht nur die VG-Versammlung unterstützenswert.

Aßling mit Grafing verbinden

Im Emmeringer Gemeinderat befasste man sich Anfang August die dem Vorstoß der beiden Grünen und befand ihn positiv. In Frauenneuharting, wo man schon ganz konkret den Blick auf die Kreisstraßen EBE 9, EBE 10 und EBE 20 warf, war man sich Ende August einig.

Dass nun auch Aßling als größte Verbandsgemeinde mitziehen würde, war damit schon vor der Sitzung so gut wie ausgemacht.

Mit auf die Agenda kommt bei der damit bald anstehenden Radwegplanung dann sicherlich auch ein Gedanke aus dem Jahr 2013. Damals baute Grafing über neu verlegten Kanalrohren neben der Straße nach Straußdorf einen Radweg.

Der Antrag der Aßlinger Freien Wähler, diesem von Aßling aus entgegen zu bauen, um die Lücke zu schließen, wurde aber damals mit der denkbar knappen Mehrheit von 8:6 Stimmen (noch) abgelehnt.

VON EBERHARD RIENTH

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