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Der Gemeinderat Aßling hat neue Gebühren fürs Wasser und Abwasser beschlossen.

Gemeinderat beschließt neue Gebühren

Aßling: Wasser günstiger, Abwasser teurer

Gute und schlechte Nachricht für die Aßlinger: Zum Jahreswechsel werden die Gebühren für Wasser nochmals günstiger, das Abwasser aber teurer. 

Aßling – Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Dienstagabend, 15. Oktober,  der neuen Kostenkalkulation für die nächsten drei Jahre einmütig zugestimmt.

Weil es so Vorschrift ist, kommt in diesem Zeitintervall Reinhard Brilmayer mit vielen Zahlen und Tabellen regelmäßig ins Ratszimmer. Sein Büro Kommunale Dienste in Ebersberg hat dann nämlich auf Einnahmen und Ausgaben der zurückliegenden drei Jahre geblickt und eben auch geschaut, wie es in den nächsten drei Jahren so aussehen wird. Sowohl die Wasserversorgung als auch die Abwasserbeseitigung über das Kanalnetz und die gemeindliche Kläranlage sind sogenannte kostenrechnende Einrichtungen. Die dürfen weder Gewinn noch Verlust machen.

Alle drei Jahre wird an den Stellschrauben gedreht

Um also kostendeckend arbeiten zu können, wird alle drei Jahre an den Stellschrauben, den Gebühren und den Herstellungsbeiträgen, gedreht. Je nachdem, ob man in der Vergangenheit zu viel oder zu wenig eingenommen hat. Daraus ergibt sich ein möglichst in Grenzen sich spiegelndes Auf und Ab, das man mit Brilmayers Hilfe berechnen, aber auch steuern kann.

Gleichmäßige Investitionen

Die Investitionen nämlich relativ gleichmäßig zu tätigen, ist das Grundrezept, um übergroße Ausschläge bei Gebühren und Beiträgen nach oben, aber auch nach unten zu vermeiden. Das alles geschehe in Aßling „absolut im Rahmen“, attestierte Brilmayer den versammelten Gemeinderäten, die Änderungen seien moderat.

1,25 Euro fürs Wasser

Nach bisher 1,45 Euro pro Kubikmeter werden künftig 1,25 Euro für das Wasser zu bezahlen sein. Vor drei Jahren war schon einmal gesenkt worden, von 1,56 auf 1,45 Euro. Beim Herstellungsbeitrag für die nötige Infrastruktur steigt der Beitragssatz nach der Grundstücksfläche aber von 93 Cent pro Quadratmeter auf 1,01 Euro, bei der Geschossfläche werden aus bisher 3,51 Euro nun 3,76 Euro pro Quadratmeter.

2,52 Euro fürs Abwasser

Austariert wird damit, dass Aßling in den vergangenen drei Jahren hier etwas zu wenig eingenommen hat. Beim Abwasser aber steigen die Gebühren für die Einleitung von einem Kubikmeter Mischwasser, also meist Regenwasser, von 2,64 auf 2,80 Euro, beim richtigen Schmutzwasser, also dem normalen Abwasser, sind es künftig 2,52 statt bislang 2,37 Euro. Von 24,75 auf 23,00 Euro pro Quadratmeter Geschossfläche geht der Beitragssatz sowohl für Schmutz- als auch für Mischwasser zurück, der bei Letzterem auch zu zahlende Beitrag nach Grundstücksfläche ändert von 1,81 auf 1,63 Euro.

Eberhard Rienth

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