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Das Radwegenetz im Landkreis ist ausbaufähig. 

Gemeinsamer Vorstoß zweier Gemeinderäte

Neue Radwege für den Süden des Landkreises Ebersberg

Konrad Eibl und Max G. Meier, Gemeinderäte in Aßling und Emmering, fordern ein neues Radwegkonzept für den südlichen Landkreis. Gemeinsam haben sie nun einen Vorstoß unternommen.

Aßling– Warum nicht das Know-how anderer nutzen, dabei zudem auf einen „fahrenden Zug“ aufspringen und noch dazu wiederum andere zum Mitmachen animieren? Das haben sich zwei Gemeinderäte aus Aßling und Emmering gedacht. Konrad Eibl und Max G. Maier sind bei der jüngsten Verbandsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Aßling im ersten Schritt erfolgreich gewesen.

Es geht um ein Radwegkonzept. Eibl und Maier sind alte politische Bekannte, nämlich Mitglieder der Grünen. Beide sitzen an ihrem Wohnort seit Jahren im Gemeinderat. Und beide haben mitbekommen, dass im Ebersberger Landratsamt eine Planstelle geschaffen worden ist, die die Gemeinden bei der Konzeption und Planung beraten und damit letztlich entlasten soll. Eibl und Maier sind zudem noch Verbandsräte der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Aßling, Emmering, Frauenneuharting.

Verbindungen drängen sich auf

In dieser Funktion haben sie sich Mitte Juli zusammengetan, um quasi überörtlich etwas zu erreichen. „Es drängen sich Radwegverbindungen zwischen den Gemeinden Aßling, Grafing, Emmering und Frauenneuharting geradezu auf“, konstatierten sie in ihrem Antrag, der jetzt das einstimmige Plazet der im Emmeringer Rathaus tagenden Verbandsversammlung bekam. Es gehe um Neubau beziehungsweise Optimierung bestehender Radwege.

Trasse zwischen Aßling und Emmering

Priorität solle eine Trasse zwischen Aßling und Emmering haben, die möglichst entlang der Staatsstraße verlaufen soll. Denn dort seien auch nachts Fußgänger wie Radler unterwegs und entsprechend „erheblich gefährdet“. Generell gelte, dass Radwege in den Gemeinden und im Landkreis „teilweise leider immer noch Stückwerk“ seien und Radfahren „an vielen Stellen viel zu gefährlich“. Die Nutzung des „absolut umweltfreundlichen Fahrrads“ müsse „gerade auch angesichts des Klimawandels erheblich gesteigert werden“, schrieben Eibl und Maier, weshalb man beim landkreisweiten Radwegkonzept mit Blick auf die Vernetzung der drei Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft mitmachen solle.

Hoffen auf Signalwirkung

In denen sitzen auch die tatsächlichen Entscheider. Denn wie der Name Verwaltungsgemeinschaft schon sagt, ist diese zum Verwalten da, nicht aber für Investitionen. Eibl und Maier hoffen jetzt deshalb, dass von dem VG-Beschluss die nötige Signalwirkung ausgeht.

Denn ob die neue Planstelle im Landratsamt tatsächlich einspannen wird, muss letztlich dort entschieden werden, von wo einmal neben Zuschüssen aus anderer Hand das nötige Geld für die Umsetzung der Planungen herkommen soll. Also in den Gemeinderäten von Aßling, Emmering und Frauenneuharting selbst.

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Entsprechende Beschlüsse sind aber laut VG-Geschäftsführer Wilfried Graupe schon in Vorbereitung und sollen sehr bald gefasst werden. Mit auf die Agenda kommt dann sicherlich auch ein Gedanke aus dem Jahr 2013. Damals baute Grafing über neu verlegten Kanalrohren neben der Straße nach Straußdorf einen Radweg. Der Antrag der Aßlinger Freien Wähler, diesem von der Gemeinde Aßling aus entgegen zu bauen, um die Lücke zu schließen, wurde aber damals mit der denkbar knappsten Mehrheit von 8:6 Stimmen (noch) abgelehnt.

Eberhard Rienth

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