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Freut sich über den Fund: Sondengeher Franz Huber mit Ehefrau Monika und Flash, dem Hund der Archäologin.

Nachricht aus einer untergegangenen Welt

Bei Aßling: Sondengeher findet Schatz aus der Bronzezeit

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Gab es in der Bronzezeit bei Aßling Siedlungen? Wie kam der Schatz in die Erde? Klar ist: In den vergangenen Tagen wurde historisch Wertvolles entdeckt.

Aßling– „Ich war drei Tage beim Ausgraben dabei, das habe ich mir nicht entgehen lassen.“ In der vergangenen Woche hatte Franz Huber (50) aus Pörsdorf beim Sondengehen zusammen mit seinem Freund Christian Bachmeier Metall im Boden gefunden. Unterwegs waren sie an einer Hangkante in der Nähe von Steinkirchen.

Behörden reagieren sofort

Die Signale des Suchgerätes deuteten auf Bronze hin. „Der Fund war nicht sehr tief im Boden. Diese Wiese wurde wohl seit Urzeiten nicht geackert.“ Franz Huber informierte die Behörden in München. „Die haben sofort reagiert.“

Brozezeitlicher Spangenbarrenhort

Die Archäologin Ramona Baumgartner, die ihr Büro in Kirchseeon hat, erhielt den Auftrag zur Sicherung. Unter strenger Gemeinhaltung wurde gearbeitet. Vorsichtig wurde ein größerer Erdwürfel mit den Metallteilen im Inneren mit Folie umwickelt. Von unten wurde mit einer Platte abgestützt. Nach der ersten Untersuchung spricht Baumgartner von einem „bronzezeitlichen Spangenbarrenhort“. 

Vorsichtig angepackt: Finder Franz Huber, Archäologin Ramona Baumgartner und Mitarbeiter Harald Richter.

So etwas ähnliches wurde schon in Oberding (Landkreis Erding) entdeckt und wird seitdem ausgestellt. Der Aßlinger Fund ist kleiner. Derzeit liegt der Block beim Landesamt für Denkmalpflege in München. Baumgartner war gestern dort, um zu besprechen, wie es jetzt weiter geht. Die Untersuchung könnte mehrere Monate dauern.

Es sieht unscheinbar aus, was da aus der dunklen Erde geholt wurde. Doch für Baumgartner ist es ein „Schatz“. Möglicherweise habe jemand die wertvolle Bronze hier versteckt. Aus den Metallstangen konnten Geräte oder Waffen hergestellt werden. Auch gibt es Theorien, dass Bronzebarren als Zahlungsmittel genutzt wurden. Oder sie waren Weihegaben für eine Quelle, also ein religiöser Hintergrund. 

Kreisheimatpfleger hofft auf intensive Forschungen

Das hält auch Kreisheimatpfleger Sepp Huber für möglich. Ein größerer Stein am Fund könnte darauf hindeuten, dass etwas im Wasser versenkt wurde. Der Kreisheimatpfleger könnte sich auch vorstellen, dass es in der Nähe eine Siedlung gab, möglicherweise an einem Handelsweg. Vielleicht führe der Fund jetzt dazu, dass intensiver geforscht werde.

Der entdeckte „Schatz“ gehört übrigens je zur Hälfte dem Finder und dem Grundstückseigentümer.

Lesen Sie auch: Ur-Gautinger am Krapfberg gefunden

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