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Trinkwasser
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Die Trinkwasserversorgung ist ein heißes Thema in der Gemeinde Aßling. Jetzt ist man einem dritten Brunnen einen Schritt näher gekommen.

Trinkwasserversorgung

Aßling bohrt nach: Dritter Brunnen ist möglich

Aßling ist auf der Suche nach einem dritten Trinkwasserbrunnen fündig geworden. Die Gemeinde rechnet mit hohen Kosten.

Aßling – Wer Durst hat, dreht einfach den Hahn auf und Wasser fließt. Das ist nicht unbedingt selbstverständlich. Derzeit befördern im Aßlinger Ortsteil Ast zwei Pumpen acht Liter pro Sekunde in die beiden bestehenden Brunnen. Doch das Wasser läuft nicht konstant schnell genug nach oben und weiter über die Leitungen in die Haushalte. Um die Wassergeschwindigkeit langfristig zu sichern, braucht Aßling einen dritten Brunnen.

Im Juli und August fanden Probebohrungen in Straußdorf/Ast, westlich von Brunnen eins durch das Münchner Ingenieurbüro Knorr statt. 30 Versuche gab es bereits über die Jahre, Durchgänge zu sauberem Wasser zu finden. 30 Niederlagen musste Aßling bei vergangenen Probebohrungen einstecken. So erwarteten die Aßlinger mit großer Spannung, ob der Bohrer auf seinem Weg durch verschiedene Bodenschichten diesmal auf Wasser stoßen würde.

Ergebnisse im Gemeinderat vorgestellt

Im Gemeinderat stellte Diplomgeologe Werner Knorr die Ergebnisse vor. Positive Nachricht: Wasser gefunden, ein dritter Brunnen ist möglich, die Wasserwerte sind in Ordnung, das Wasser ist sauber. Hiobsbotschaft: die gesamte Aktion wird Aßling voraussichtlich rund 350 000 Euro kosten.

Grundsätzlich basiert die gemeindliche Wasserversorgung auf vier Wasserspendern – zwei Quellen und zwei Brunnen, doch die eine Quelle weist kontinuierlich über Jahre schon hohe Nitratwerte auf und der Grundwasserspiegel fällt nach 13 Jahren in Folge Trockenheit.

Wassersituation als heißes Thema

Zwischenzeitlich hat sich die Wassersituation zu einem heißen Thema entwickelt. Das Trinkwasser fließt derzeit rein über die Brunnen, die Quellen sind noch gesperrt, bis die nötigen Schutzmaßnahmen umgesetzt sind. „Die Versuchsbohrungen erfolgten bis in 37,5 Meter Tiefe, wir trafen erst auf bindiges Material, dann auf Nagelfluh, ein sehr harter Untergrund, auf den Wasserspiegel trafen wir bei etwa 30 Meter. Die Trinkwasserversorgung ist somit gesichert. Die chemischen Untersuchungen ergaben: das Wasser ist in Ordnung, der Nitratwert lag bei 15,4 Gramm, keine Vorkommen von Pflanzenschutzmitteln oder Umweltgiften, der Standort ist geeignet, der Brunnen ist langfristig zu betreiben.“ 2. Bürgermeister Ernst Sporer-Fischbacher merkte an: „Wir müssen uns nun darüber klar werden, ob wir den Brunnen ausbauen.“ Knorr legte ein Zuckerl auf den Tisch: „Die Probebohrung war mit 54 000 Euro veranschlagt, wir haben mit 49 000 Euro abgerechnet.“ Dann der Hammer: „Zum neuen Brunnen wird es eine schwierige Bohrung werden, wir brauchen Edelstahlrohre, macht zusammen rund 200 000 Euro. Sporer-Fischbacher sieht die Kosten erheblich höher: „Für die Maßnahme brauchen wir 350 000 Euro.“ Er versicherte aber: „Der Brunnen ist für die Zukunft, damit wir sicher sein können, dass unsere Wasserversorgung gesichert ist.“

Susann Niedermaier

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