Ein Glas steht unter laufendem Wasserhahn.
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Weil an mehreren Stellen im Aßlinger Leitungsnetz coliforme Bakterien gefunden wurden, musst das Trinkwasser mit Chlor gereinigt werden. (Symbolbild)

Gesundheitsamt gibt Entwarnung

Nach Keime in Aßlinger Trinkwasser: Gesundheitsamt gibt Wasser wieder frei

  • Josef Ametsbichler
    vonJosef Ametsbichler
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In Aßling musste das Trinkwassernetz mit Chlor gereinigt werden. Jetzt ist das Trinkwasser wieder freigegeben. Es könnte jedoch noch eigenartig schmecken.

Donnerstag, 24. September: In den Quellen und im Netz der Aßlinger Wasserversorgung wurden in den vergangenen Wochen coliforme Keime gefunden. Bisher musste das Trinkwasser deshalb abgekocht werden. Das Trinkwasser ist ab sofort wieder freigegeben, teilte heute die Gemeindeverwaltung in Aßling mit. Das Wasser abzukochen sei nicht mehr nötig.

Nach der Dauerchlorung wurden am 21. September im gesamten Netz 20 Kontrollproben vom Gesundheitsamt genommen. Nach den Untersuchungsergebnissen des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit wurden in keiner Probe Keime nachgewiesen, so die Gemeindeverwaltung.

Es könne in den folgenden Tagen noch zu „minimalen Geschmacks- und Geruchsveränderungen“ des Wassers kommen, so die Gemeinde. Es dauert einige Zeit, bis das Chlor aus den Leitungen gespült wird. „Dies ist gesundheitlich jedoch unbedenklich.“

Wegen Starkregen wurden die Kupfergrabenquellen 1 und 3 beeinträchtigt, das ist die Ursache der Verunreinigung. Diese Quellen bleiben bis auf Weiteres vom Netz getrennt, so die Gemeinde. Durch die Chlorungsmaßnahme sei das Netz vollständig gereinigt worden.

Abkochgebot gilt weiterhin

Freitag, 11. September: Ab Montag, 14. September, beginnt die Desinfektion des Aßlinger Leitungsnetzes durch die Beigabe von Chlor. Das Abkochgebot gilt aber weiter, bis die nötige Chlorkonzentration im Wassernetz erreicht ist. Die Gemeinde kündigt an, weiter zu informieren.

Obwohl das Chlor möglicherweise zu riechen und zu schmecken sei, könne das Wasser bedenkenlos von Menschen und Tieren konsumiert werden, betont das Rathaus. „Lediglich für Aquarien ist es ungeeignet.“

Grund für die Verschmutzung sei ein Bakterieneintrag durch Starkregen. Die Filterwirkung des Bodens sei bei solchen Wassermengen reduziert.

Montag, 7. September, Aßling: - Das Trinkwasser der Wasserversorgung Aßling muss ab sofort abgekocht werden. Das teilte das Landratsamt am Montagnachmittag mit. Das gilt nicht nur für die Nahrungszubereitung und zum Trinken, sondern auch fürs Zähneputzen und beim Reinigen offener Wunden. Für die Toilettenspülung und die Körperreinigung könne das Leitungswasser dagegen ohne Einschränkungen genutzt werden, so die Kreisbehörde weiter.

Trinkwasser in Aßling muss gechlort werden: Geschmack und Geruch könnten sich ändern

Eine Chlorung des Wassernetzes werde zeitnah vorbereitet. Zum genauen Termin des Beginns der Wasserbehandlung wird die Ebersberger Zeitung berichten, sobald die entsprechenden Informationen aus dem Landratsamt vorliegen. Dieses warnt bereits, dass die Chlorung leichte Geruchs- und Geschmacksveränderungen nach sich ziehen könne. Die Maßnahme erfolge aber nach den Maßnahmen der Trinkwasserverordnung und in enger Absprache mit dem Gesundheitsamt.

Bakterien im Trinkwassernetz der Gemeinde Aßling

Grund für die Maßnahme ist laut den Behörden eine bakterielle Verunreinigung des Trinkwassers der Wasserversorgung Aßling. Bei einer Routinekontrolle und anschließenden Nachkontrollen seien an verschiedenen Stellen im Netz coliforme Bakterien im Trinkwasser festgestellt worden. Coliforme Bakterien zeigen gemäß Trinkwasserverordnung eine Verschmutzung des Trinkwassers an.

Unter dem Begriff Coliforme wird ein breites Spektrum von Bakterienarten zusammengefasst. Mit dem Nachweis von coliformen Bakterien ist ein definitiver Nachweis von Krankheitserregern laut Landratsamt nicht erbracht, aber auch nicht auszuschließen.

Schuld an der Verunreinigung könnte der viele Regen sein

Als Ursache vermuten die Behörden eine Beeinträchtigung der Quellen durch mehrere Starkregenereignisse im August. Die Quellen bleiben laut Mitteilung bis auf weiteres vom Netz getrennt. Durch die Chlorungsmaßnahme soll das Netz vollständig gereinigt werden. Sobald das Trinkwasser wieder einwandfrei ist und nicht mehr zusätzlich desinfiziert wird, werden die Haushalte informiert, verspricht das Landratsamt.

Der Wasserversorger informiere die Verbraucher zusätzlich per Handzettel.

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