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In Aßling wird den Autofahrern, die innerorts keine Geschwindigkeitsbeschränkungen einhalten, jetzt mit Tempokontrollen nachgeholfen.

In Aßling kommen Tempokontrollen

Gemeinderat sagt: Runter vom Gas

Wohl noch im Sommer geht‘s in Aßling den Rasern richtig „an den Kragen‘. Der Gemeinderat hat am Dienstagabend beschlossen, dass der Zweckverband „Kommunale Verkehrssicherheit Oberland“ mit Sitz in Bad Tölz Temposünder aufspüren soll. 

Aßling – Kontrolliert wird bislang nur der sogenannte ruhende Verkehr. Ganz besonders nachgesehen wird oben am P&R-Parkplatz am Bahnhof, ob die Fahrer der dort abgestellten Autos auch die 50 Cent pro Tag bezahlt haben. Es ist ein Nullsummenspiel, sprich die Gemeinde nimmt etwa genauso viel Geld ein, wie sie für die Überwachung selbst ausgeben muss. Wie das bei den jetzt beschlossenen Geschwindigkeitskontrollen aussehen wird, weiß natürlich noch keiner.

Es gab nur eine Gegenstimme

Beschlusslage – es gab nur eine Gegenstimme – ist seit Dienstagabend aber, beim Zweckverband die bisherige Vereinbarung auf die „Überwachung des fließenden Verkehrs“ auszudehnen. Voraussichtlich wird die Verbandsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Aßling, Frauenneuharting und Emmering Anfang März dem zustimmen. Dann muss der Zweckverband „Kommunale Verkehrssicherheit Oberland“ sein Plazet geben, was aber schon „eingefädelt“ ist, und dann auch noch die Regierung von Oberbayern.

Standorte werden freihändig festgelegt

Rathausgeschäftsführer Wilfried Graupe geht davon aus, dass dann „noch im ersten Halbjahr 2019“ an den neuralgischen Straßen temporär Radaressanlagen aufgestellt werden. Wo genau und wie oft, wolle man im Rathaus eher freihändig festlegen, erklärte Graupe. Gleichwohl ist absehbar, dass vor dem Beginn der Kontrollen das Ratsgremium einen groben Rahmen beschließen wird, wo und wie oft gemessen werden soll.

Antrag der CSU-Fraktion

Alles geht zurück auf einen Antrag der CSU-Gemeinderatsfraktion „für Maßnahmen zur Geschwindigkeitsreduzierung“, der Ende Oktober 2017 gestellt wurde. An acht neuralgischen Punkten wurden daraufhin Radarmessanlagen aufgestellt. „Die Analyse der Geschwindigkeitsmesswerte ergab, dass an fünf der acht Stellen die zulässige Höchstgeschwindigkeit außerordentlich häufig und gefährlich weit überschritten wird“, zog Bürgermeister Hans Fent (parteilos) damals Bilanz. „Die immer wieder vorgebrachten Klagen der Anwohner sind berechtigt.“

Ergebnis war eindeutig

Weil das Ergebnis der Probemessungen so sehr eindeutig war, wurde jetzt im Gemeinderat auch in keinster Weise kontrovers diskutiert. Obwohl natürlich etliche Gemeinderäte bei diesem Thema etwas zu sagen hatten. Lorenzenberg wird den Test-Messungen zufolge ganz besonders oft von Rasern durchfahren. Sowohl von Grafing kommend, als auch nach Grafing fahrend müssen also die Autofahrer mit Kontrollen rechnen. In Aßling selbst ist die Bahnhofstraße als „Rennstrecke“ identifiziert. Vom Bahnhof kommend Richtung Ortsmitte sind dort die Temposünder unterwegs. Zwar hat man versucht, dort mittels baulicher Maßnahmen „abzubremsen“, genutzt hat es jedoch wenig. In Steinkirchen wird man ortseinwärts Fahrzeuglenker kontrollieren, die nach Aßling unterwegs sind. In Niclasreuth geht’s um jene Autofahrer, die ortsauswärts Richtung Tal aufs Gaspedal drücken.

Nicht immer sind Autofahrer aber so unvernünftig.

Lesen Sie dazu auch: Radarkontrolle endete für Autofahrer im Gefängnis.

VON EBERHARD RIENTH

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