Herbstspaziergang mit Hund: In der VG Aßling gelten für die Haustiere ab 2021 höhere Steuersätze. F: Christian Dittrich/dpa
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Herbstspaziergang mit Hund: In der VG Aßling gelten für die Haustiere ab 2021 höhere Steuersätze.

Mitgliedsgemeinden der VG Aßling

In drei Süd-Gemeinden: Hundesteuer wird teurer - Kampfhunde kosten sogar deutlich mehr

  • Josef Ametsbichler
    vonJosef Ametsbichler
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Nach langer Zeit erhöhen die Gemeinden Aßling, Emmering und Frauenneuharting wieder ihre Hundesteuer. Dafür gibt es einen Anlass. Teuer ist vor allem das Halten von Kampfhunden.

Aßling/Emmering/Frauenneuharting – Genau ein Kampfhund ist im Gebiet der Verwaltungsgemeinschaft Aßling registriert, und der lebt in der Gemeinde Frauenneuharting. Das ergab eine EZ-Nachfrage in den drei Rathäusern der VG. Und damit gibt es zunächst auch nur einen Hauptbetroffenen davon, dass alle drei Gemeinden zum Jahreswechsel mit der Hundesteuer anziehen.

Anlass ist eine neue Mustersatzung des bayerischen Innenministeriums vom Sommer, die die VG-Verwaltung dazu veranlasste, das Thema wieder einmal aufs Tapet zu bringen. Das erklärt der Aßlinger Geschäftsleiter Wilfried Graupe. Die meisten Gemeinden fußen ihre Hundesteuersatzung auf diesem Vorschlag, um Rechtssicherheit zu haben.

500 Euro im Jahr für Hunderassen, die als aggressiv gelten

Der Frauenneuhartinger Kampfhund kostet sein Herrchen künftig 500 Euro im Jahr statt der bisherigen 300. Das beschloss der Rat der Südgemeinde in seiner jüngsten Sitzung. Den gleichen Satz nehmen auch die Emmeringer, die ihren Beschluss ebenfalls noch in der vorletzten Sitzung des Jahres 2020 fassten. Wie Bürgermeisterin Claudia Streu-Schütze mitteilt, war die letzte Erhöhung der Hundesteuer wie auch in Frauenneuharting um die Jahrtausendwende erfolgt.

Hundeklos kosten Unterhalt

Neben dem Satz für Kampfhunde steigt auch der für die anderen: Emmering und Frauenneuharting verlangen künftig 50 statt 30 Euro für den ersten und 70 statt 50 Euro für jeden weiteren Hund im Haushalt. Damit finanzieren die Kommunen zum Beispiel die Kosten für den Unterhalt der Hundetoiletten. Diese alle 14 Tage zu entleeren, koste die Gemeinde Frauenneuharting, Arbeitszeit und Material aufsummiert, rund 2000 Euro im Jahr. Das rechnete Bürgermeister Eduard Koch in der Sitzung vor. Die Einnahmen aus der Hundesteuer hätten zuletzt bei rund 2800 Euro gelegen.

In Aßling steht das Thema am heutigen Dienstag auf der Tagesordnung. Wie Geschäftsleiter Graupe erklärte, schlägt die Verwaltung den Räten vor, auf unterschiedliche Besteuerung von Erst- und Zweithund zu verzichten. Derzeit kostet der erste Hund 40, der zweite 60 Euro, Kampfhunde wie Pitbulls oder Staffordshire Bullterrier 400 Euro; die letzte Erhöhung stamme aus dem Jahr 2011. Als neue Sätze schlage die Verwaltung 60 Euro für Erst- und Zweithund sowie 600 Euro für Kampfhunde vor, so Graupe. Entscheiden müssen die Gemeinderäte.

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