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Es fehlt eine Schwimmgelegenheit: Verwaltungsgemeinschaft Aßling stellt Jugendumfrage vor

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Von: Helena Grillenberger

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Was wünscht sich die Jugend in der Gemeinde? In einer Onlineumfrage konnten Kinder und Jugendliche ihre Wünsche und Anregungen an Jugendpfleger Viktor Wahlandt (re.) herantragen.
Was wünscht sich die Jugend in der Gemeinde? In einer Onlineumfrage konnten Kinder und Jugendliche ihre Wünsche und Anregungen an Jugendpfleger Viktor Wahlandt (re.) herantragen. © Stefan Rossmann

In einer Onlineumfrage konnte die Jugend in der VG Aßling Wünsche und Anregungen anbringen, was sie sich in ihrer Gemeinde wünschen würde. Im DGH wurden die Ergebnisse vorgestellt.

Aßling – „Fetzige Musik“ wurde in der Ankündigung versprochen – fetzige Musik schlägt einem am Freitagabend entgegen, sobald man das Dorfgemeinschaftshaus (DGH) in Lorenzenberg betritt. Am Mischpult: ein Bub, zwölf Jahre alt.

Im Rahmen einer Onlineumfrage hatte die Verwaltungsgemeinschaft Aßling kürzlich Kontakt zu über 600 Kindern und Jugendlichen zwischen elf und 18 Jahren in ihrem Einzugsgebiet aufgenommen. Die Jugendlichen sollten so die Möglichkeit bekommen, ihre Wünsche und Ideen zur Jugendarbeit in ihrer jeweiligen Gemeinde (Aßling, Emmering und Frauenneuharting) zu äußern.

Jugendumfrage: Es muss geklärt werden, was sich die Jugendlichen wünschen

Denn: „Um eine erfolgreiche und zielorientierte Jugendarbeit umsetzen zu können, muss geklärt werden, was sich die Jugendlichen wünschen“, sagt Jugendpfleger Viktor Wahlandt. Nach der Pandemie und ihren Einschränkungen soll nun wieder frischer Wind in die Aßlinger Jugendarbeit kommen.

Teilgenommen an der Umfrage haben 247 Jugendliche aus den drei Gemeinden, die meisten 13 und 14 Jahre alt; mit 164 kommen die meisten Teilnehmer aus Aßling.

Jugendumfrage: Mehrheit der Jugendlichen geht nach der Schule nach Hause

Über die Fragen wurde zunächst ermittelt, was die Jugendlichen derzeit machen. Das Ergebnis: 111 von ihnen besuchen die Mittelschule, 59 die Realschule, 42 das Gymnasium und 17 befinden sich bereits in der Ausbildung. Die übrigen 31 verteilen sich auf FOS/BOS, Förderschule, „Sonstiges“ oder wollten keine Angabe machen.

Die große Mehrheit der Jugendlichen geht nach der Schule nach Hause, viele zu Freunden, mit denen sie sich gern am Sportplatz, zuhause oder an der Eisdiele treffen.

Onlineumfrage: 17 Prozent besuchen einen Jugendtreff

131 der Kinder sind aktive Vereinsmitglieder oder -spieler. Einen Jugendtreff besuchen 39 der Teilnehmer. „Das sind 17 Prozent und das ist relativ hoch“, erklärt Wahlandt. Normal sei ein einstelliger Bereich. In Aßling sind es sogar 21 Prozent der teilnehmenden Jugendlichen.

Von einem Jugendtreff wünschen sich die Teilnehmer vor allem ein Sportangebot sowie gemeinsame Ausflüge. Die Frage, welche Freizeitmöglichkeiten sie sich für ihre Gemeinde wünschen, beantworteten die meisten mit „Weiß ich nicht“. Auf den folgenden Plätzen dafür eng beieinander: Schwimmen, Skaterpark und ein Treffpunkt für die Jugendlichen.

Freizeitangebot in Aßling durchwachsen bewertet

Bei der Zufriedenheit mit dem aktuellen Freizeitangebot sind sich die Jugendlichen uneinig: Der errechnete Mittelwert der Stimmen liegt bei 5,18 auf einer Skala von eins bis zehn. Außerdem würden sich die Jugendlichen gern mehr in ihrer Gemeinde einbringen; zum Beispiel bei der Gestaltung des neuen Jugendtreffs, der in Aßling entstehen soll, wie 122 Teilnehmer bestätigen.

Bei der großen Abschlussfeier am vergangenen Freitag wurden zunächst die Ergebnisse der Umfrage präsentiert: „Die Umfrage soll dazu beitragen, dass die Jugendlichen gehört und auch ernstgenommen werden“, erklärt Wahlandt zu diesem Anlass. Später durften dann die Jugendlichen im DGH feiern.

Corona - „Für viele war das die erste Jugendparty.“

„Für viele war das die erste Jugendparty“, sagt Wahlandt. Durch Corona war ausgelassenes Feiern einer ganzen Generation praktisch unbekannt. „Das war wirklich eine Wahnsinnsstimmung“, so der Jugendpfleger weiter. „Ich hab so was noch nicht erlebt. Aber die hatten einen Riesenspaß.“

Die Umfrage bezeichnet Wahlandt als Startschuss. „Und jetzt haben wir eine Stoßrichtung.“

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