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Aßling wächst und wächst: Am Büchsenberg soll Bauland geschaffen werden, nachdem die Fußballer ins neue Sportgelände umgezogen sind.  

Kommunalwahl 

Aßling: Fast alle Parteien für Hans Fent

Hans Fent macht seine Arbeit als Bürgermeister offenbar so gut in Aßling, dass er ohne Gegenkandidat in die Bürgermeisterwahl geht.

 Aßling – Die Mitglieder der Unabhängigen Liste in Aßling, die Grünen, die Freien Wähler am Ort und die SPD Aßling sind der Meinung: Hans Fent (parteifrei) führt die Gemeinde gut. Selbst die CSU, die zur vergangenen Wahl im September 2013 noch ihren eigenen Kandidaten ins Rennen schickte, signalisierte Zufriedenheit mit Fent.

2013 war nach schwerer Krankheit überraschend Fents Vorgänger Bürgermeister Werner Lampl (CSU) gestorben, die Aßlinger waren bestürzt und erschüttert. Das Wahlrecht sieht bei Tod eines Bürgermeisters vor, dass innerhalb drei Monaten ein neuer Rathauschef gewählt werden muss. Die Aßlinger CSU nominierte Sebastian Brilmayer als Bürgermeisterkandidaten. SPD, Grüne und Aßlings Freie Wähler wollten einen gemeinsamen Gegenkandidaten und fanden Hans Fent.

Fent holt als Politneuling auf Anhieb 58 Prozent

Politisch aktiv war Fent vor der Kandidatur noch nie, doch politisch interessiert immer schon. Fürs Bürgermeisteramt brachte er gute Bedingungen mit: Fent war Führungskraft bei einem großen Unternehmen, hatte dort Personalverantwortung, Projektleitung, Verantwortung für 40 Millionen Umsatz und: Er war Aßlinger. Mit diesen Voraussetzungen stieg er in den Wahlkampf ein, für dessen Vorbereitung ihm drei Wochen blieben. Viele Aßlinger vertrauten dem parteifreien Mann, der in ihrer Gemeinde aufwuchs und auch dort lebte, letztendlich erhielt er, obwohl Neuling in Sachen Kommunalpolitik 58,28 Prozent der Wählerstimmen.

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„Mit Geld kann ich umgehen“, hatte Fent bei einer Podiumsdiskussion im Vorfeld der Bürgermeisterwahl 2013 versprochen. Dass er es wirklich kann, bewies er in den vergangenen Jahren vor allem damit, dass er Aßlings enormen Schuldenstand – zu seinem Amtsantritt waren es 9,2 Millionen Euro – um 26 Prozent auf 6,8 Millionen Euro zurückfahren konnte. Darin sind Verkaufserlöse von rund zwei Millionen Euro für entwickelte Gewerbeflächen am Ölfeld noch nicht eingerechnet. Trotz Schuldenrückführung kam Fent den Pflichtaufgaben nach, die eine Kommune zu erfüllen hat.

Im Augenblick sieht die Verteilung der Sitze im Gemeinderat so aus: die CSU hat fünf, die UNL vier, die SPD drei, Grüne und Freie Wähler jeweils zwei Mandate, macht gesamt 16. Das könnte sich bis zur Wahl 2026 ändern: Aßling kaufte und kauft weiter Land, wandelt es in Gewerbe – aber auch in Bauflächen um, will auch Einheimischen-Grundstücke schaffen. Ein riesiges Areal wird an der Glonner Straße entstehen, auch am Büchsenberg soll Bauland geschaffen werden, nachdem die Fußballer ins neue Sportgelände umgezogen sind. Dann wird die Einwohnerzahl zunehmen, derzeit wohnen 4500 Menschen in Aßling, ab 5000 Einwohner sind 20 Räte für ein kommunales Gremium vorgeschrieben.

Um die derzeit noch 16 Sitze im Gemeinderat bewerben sich zur Kommunalwahl fünf Listen und Parteien mit gesamt 74 Kandidaten, davon 23 Frauen.

Die Übersicht aller Bürgermeisterkandidaten in den 21 Landkreisgemeinden

Davon stellt die SPD den Wählern 16 Kandidaten zur Wahl, darunter sieben Frauen. Die Grünen schicken ebenfalls 16 Kandidaten ins kommunale Rennen, Aufteilung: acht Frauen, acht Männer. Die Freien Wählern fanden zehn Kandidaten, darunter eine Frau. Die CSU ist mit 16 Kandidaten auf die Wahl vorbereitet, darunter fünf Frauen.

Susann Niedermaier

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