Zahngold im Mund
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Zahngold: Betrüger wollten eine Aßlinger Praxis hinters Licht führen

Polizei ermittelt in Aßlinger Fall

Achtung: Zahngold-Betrüger im Landkreis Ebersberg unterwegs

  • Michael Acker
    vonMichael Acker
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Neue Masche im Landkreis Ebersberg: Betrüger melden sich bei Zahnarztpraxen und wollen für den Verein SOS-Kinderdörfer Zahngold abholen. So geschehen in Aßling.

Aßling - Deutschlandweit spenden Patienten von Zahnarztpraxen ihr Zahngold, das gesammelt wird und dem gemeinnützigen Verein SOS-Kinderdörfer zugeführt wird. Der Verein unterstützt mit den Erlösen zahlreiche Projekte für Kinder.

Trick mit „Fahrernummer“

Am Dienstag, 18. August, wurde die Ebersberger Polizei gegen 17 Uhr von einer Mitarbeiterin einer Aßlinger Zahnarztpraxis verständigt, dass eine vermeintliche Mitarbeiterin des SOS-Kinderdorfes soeben telefonisch angekündigt hatte, noch heute einen Fahrer vorbeizuschicken, der das gesammelte Zahngold abholen werde. Die Anruferin gab der Zahnarzthelferin eine Buchstaben-/Zahlenfolge an, die sie als „Fahrernummer“ bezeichnete. Diese Nummer müsse der Fahrer bei Abholung angeben, ansonsten sei er nicht berechtigt, das Zahngold entgegen zu nehmen. Da diese Vorgehensweise nicht dem üblichen Prozedere der Übergabe des Zahngoldes entsprach, wurde die Polizei in Ebersberg informiert.

Täter flüchtet mit Auto

Noch während des Telefonats mit der Polizei erschien der Fahrer zur Abholung in der Praxis. Sofort wurden mehrere Streifenfahrzeuge nach Aßling beordert. Als die Zahnarzthelferin den Abholer des Zahngoldes bat, kurz zu warten, verließ dieser zügig die Praxis. Ein weiterer Mitarbeiter der Praxis ging dem Mann noch nach und konnte nur noch erkennen, wie dieser mit einem grauen Pkw, ähnlich einem Renault Kangoo, Kennzeichen mit den Anfangsbuchstaben GZ oder GE, eilig auf die Glonner Straße einbog und in östlicher Richtung davonfuhr.

Fahndung bisher erfolglos

Der Fahrer konnte wie folgt beschrieben werden: ca. 25 Jahre alt, südländischer Typ, dunkle, lockige Haare, bekleidet mit kurzer, roter Hose. Eine sofort eingeleitete überörtliche Fahndung blieb bislang erfolglos. „Bei Verdacht derartiger Betrugsfälle wird gebeten, umgehend die Polizei zu verständigen. Vermeintlichen Abholern bitte nichts aushändigen. Wenn gefahrlos möglich, von diesen Personen und benutzten Fahrzeugen (insbesondere Kennzeichen) Fotos fertigen“, sagt Polizeichef Ulrich Milius.

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