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Aßling stemmt sich gegen die Bahn - Bürgermeister macht nicht mit

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Von: Michael Acker

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Die geplante Brücke Richtung am Brenner-Nordzulauf in Richtung Ostermünchen.
Die geplante Brücke Richtung am Brenner-Nordzulauf in Richtung Ostermünchen an der Landkreisgrenze. © Bahn

Aßlings Bürgermeister Hans Fent (parteilos) sieht sich im Gemeinderat einer Phalanx an Gegnern der ausgewählten Brenner-Trasse gegenüber. Diese kündigt Widerstand gegen „Limone“ an.

Aßling – Der Aßlinger Gemeinderat wird in seiner nächsten Sitzung am Dienstag, 9. August, die von der Bahn für den Brenner-Nordzulauf ausgewählte Trasse „Limone“ mehrheitlich ablehnen. 13 von 16 Gemeinderäten haben quer durch die Fraktionen den entsprechenden Antrag unterschrieben, darunter 2. Bürgermeister Ernst-Sporer Fischbacher (UNL) und 3. Bürgermeister Sebastian Brilmayer (CSU).

Nicht im Boot des Widerstands sitzt Rathauschef Hans Fent (parteilos). Sein Signum fehlt. Er wird an der Sitzung am Dienstag nicht teilnehmen, da er dann im Urlaub ist.

Keine Zustimmung vor Ort

„Eine neu oberirdische landschaftszerschneidende Trasse mit hohem Verbrauch von wertvoller Fläche wird vor Ort keine Zustimmung finden und den Streckenausbau verzögern“, heißt es in dem Antrag, der unserer Zeitung vorliegt. Weiter heißt es: „Durch eine vernünftige und optimierte Planung muss die Beeinträchtigung der Menschen, der Landschaft sowie der Natur möglichst gering gehalten werden.“

Bürgermeister Fent war nach der Entscheidung der Bahn der Einzige Mandatsträger, der gegenüber der EZ nicht gegen die Bahn wetterte. Auch wenn er von Erleichterung damals nichts wissen wollte: ihm bleiben zwei neue Gleise im Ort erspart. „Aßling ist immer betroffen“, sagte er über die Varianten. Unter den vier Bahn-Vorschlägen sei da bei „Limone“ noch die verträglichste. „Die Bahn hat sich Mühe gemacht“, betonte Fent. „Ich sehe das sehr sachlich.“

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