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Zwei Fußgänger überquerden die Bahnhofstraße in Aßling im Bereich der Fliederstraße. Hier kommt eine Einbahnstraßenregelung. Das hat der Gemeinderat beschlossen. 

Beschluss im Gemeinderat

Aßlinger Bahnhofstraße wird Einbahnstraße  - zum Teil

Jetzt kommt in der Aßlinger Bahnhofstraße mit ihren täglich 1400 Fahrzeugbewegungen der nächste Schritt: Sie wird im Frühjahr zwischen Bahnhof und Fliederstraße ortseinwärts eine Einbahnstraße.

Aßling– Schon länger gilt hier Tempo 30 und ein absolutes Halteverbot an der Südseite. Jetzt kommt in der Aßlinger Bahnhofstraße mit ihren täglich 1400 Fahrzeugbewegungen der nächste Schritt: Sie wird im Frühjahr zwischen Bahnhof und Fliederstraße ortseinwärts eine Einbahnstraße – mit extra markiertem Streifen für Fahrradfahrer in Gegenrichtung.

Seit dem Dienstantritt von Bürgermeister Hans Fent im September 2013, spätestens aber mit der Gemeinderatswahl im Frühjahr 2014, als sich auch die Parteien zu der offenkundigen Problematik bekannten, ist die Bahnhofstraße zentraler Punkt beim Thema „Aßlinger Verkehrskonzept“. 156 von Fabian Sevilla als Bewohner des dortigen Neubaugebiets im Herbst 2016 gesammelte Unterschriften dokumentieren zudem den gehörigen „Druck“ aus der Bürgerschaft.

Der kommt nicht von ungefähr. Schließlich ist die in den 1960-er Jahren geteerte Straße herunter vom und hinauf zum Bahnhof nach den durch den Ort führenden Staatsstraßen zur am meisten frequentierten Verkehrsachse im beschaulichen Aßling geworden. Wegen der zunehmenden Zahl der Autos. Wegen des inzwischen viel attraktiver gewordenen Bahnverkehrs nach München. Und spätestens seit am Bahnhof der P&R-Parkplatz vorhanden ist, gibt’s zudem noch den zusätzlichen Verkehr aus dem Umland.

Bei nur zwei Gegenstimmen hat am Montagabend der Gemeinderat sein Plazet zu der wohl finalen Änderung im Streben nach mehr Verkehrssicherheit und Verkehrsberuhigung gegeben. Bislang war die „Einbahnstraße“ nur unverbindlich durch die Köpfe herum gegeistert. Schlussendlich aber bekam die Idee dann mit dem jetzt vorliegenden „Innerörtlichen Verkehrskonzept der Gemeinde Aßling“ auch von den für fast 12 000 Euro beauftragten Experten des Münchner Verkehrsplanungsbüros „gevas“ den fachlichen Segen.

Ganz glücklich zeigten sich die Gemeinderäte dennoch nicht. Zumindest jene der Parteifreien Wählergemeinschaft (PWG). Peter Jell etwa hält den geplanten Extra-Streifen für Radler schlicht für „gefährlich“. Sein Fraktionskollege Richard Stanzl befürchtet „viel Schleichverkehr in den Nebenstraßen, weil jetzt nicht jeder die große Schleife über Glonner Straße und Bahnhof fährt. Und Quirin Kaiser will zugunsten von noch mehr Verkehrsberuhigung das an der Südseite längst verordnete absolute Halteverbot besser im Wechsel beidseits der Bahnhofstraße sehen.

Letzterem erteilte Bürgermeister Fent schnell und deutlich eine Absage: Dann kämen die vom Bahnhof herunter fahrenden Busse kaum mehr durch. Bei der Einschätzung der Gefährlichkeit des markierten Fahrradstreifens in Gegenrichtung tröstete sich 3. Bürgermeister Sebastian Brilmayer (CSU) mit der Hoffnung, dass es „doch wohl nicht nur einen weißen Strich, sondern irgendwie auch einen erhöhten Aufbau“ gebe – was bei veranschlagten Kosten von 4571 Euro aber wohl eher unwahrscheinlich ist. Auf seinen Vorschlag hin wurde die Einbahnstraßenregelung zum Pilotprojekt erklärt. Will heißen, in eineinhalb oder zwei Jahren kommt alles zur Nachkontrolle wieder auf den Tisch.

Eberhard Rienth

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