Nächste Woche Sondersitzung des Germeinderats

Aßlinger Eltern drohen höhere Kita-Beiträge

Eltern von Krippen- und Kindergartenkindern in Aßling stehen höhere Betreuungsgebühren ins Haus. Wie hoch die von September an geltenden Sätze tatsächlich ausfallen werden, wird in der nächsten Gemeinderatssitzung entscheiden.

Aßling – Vor einem guten halben Jahr beschloss das Ratsgremium, die Betriebsträgervereinbarungen mit der Pfarrkirchenstiftung Aßling, die das „Haus für Kinder St. Georg“ betreibt, und mit der die „Villa Kunterbunt“ managenden Arbeiterwohlfahrt (AWO) auf neue, vor allem gleiche Beine zu stellen (wir berichteten). Dieses neue Vertragswerk, das der Gemeinderat für gut befand und einstimmig absegnete, gilt auch für das „Berger Spatzennest“, also den Kindergarten in Lorenzenberg, den die Gemeinde selbst betreibt.

Mit dem neuen Regelwerk geht einher, dass Aßling die Kinderbetreuungseinrichtungen nicht mehr länger als Zuschussbetriebe sehen möchte, bei denen eben jedes Jahr ein Defizitbetrag ausgeglichen wird. Vielmehr soll eine Art Budgetierung Einzug halten, die Träger also eigenverantwortlich kostendeckend arbeiten.

Haupteinnahmequelle sind selbstverständlich die künftig in allen drei Einrichtungen gleich hohen Elternbeiträge. Bei deren gegenwärtig diskutierter Höhe müsste die Gemeinde pro Kind und Monat im „Haus für Kinder“ 50 Euro, in der „Villa Kunterbunt“ 40 Euro und im „Berger Spatzennest“ 35 Euro zuschießen, damit kostendeckend und defizitausgleichsfrei gearbeitet wird.

Der Kindergartenbeitrag der Eltern beträgt nach dem derzeitigen Zahlenmodell bei einer Betreuungszeit von sechs bis sieben Stunden werktäglich 165 Euro. Derzeit kostet das im „Haus für Kinder“ nur 105 Euro, in der „Villa Kunterbunt“ 98 Euro und im gemeindeeigenen „Spatzennest“ in Lorenzenberg sogar nur 95 Euro.

Jetzt wird zwar kein Sturmlauf, aber doch Unmut bis Protest der betroffenen Eltern erwartet. Deshalb findet am kommenden Mittwoch, 17. Mai, von 19 Uhr an eine außerordentliche Gemeinderatssitzung statt. Es wird mehr ein Runder Tisch werden, denn die jeweiligen Vorsitzenden der Elternbeiräte sowie die Vertreter von Pfarrkirchenstiftung beziehungsweise Ordinariat und AWO sind mit von der Partie.

Endgültig festgeklopft wird der Elternbeitrag beziehungsweise der gemeindliche Zuschussbetrag in der nächsten regulären Sitzung am Dienstag, 23. Mai. Dann ist wohl auch eine Senkung der Gebühren im bisherigen Modell zu erwarten. Der Kindergartenplatz mit sechs bis sieben Stunden kostet in Grafing nämlich 113 Euro, in Ostermünchen 123 Euro und inTuntenhausen 130 Euro.

Wo sich das Aßlinger „Limit“ einpendelt, wird angesichts des „Drucks“ aus der Nachbarschaft von den Eltern mit Spannung erwartet.

Eberhard Rienth

Rubriklistenbild: © dpa

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