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Ein gutes Team (v.r.): Doris Sixt (Leiterin des Labors in der Kreisklinik Ebersberg), Edith Niederstebruch (Krankenschwester) und Nils Niederstebruch (Bio-Ingenieur). 

Globolab setzt international Standards

Internationale Ehre für Aßlinger Verein

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Internationale Ehre für den Aßlinger Verein Globolab. Ergebnisse aus einem Hilfsprojekt der Organisation in Sierra Leone in Westafrika fließen in eine wissenschaftliche Publikation ein, die beim renommierten Verlag Cambridge University Press erscheint. Darüber freut sich der Vereinsvorsitzende und Bioingenieur Nils Niederstebruch und sein Team.

Aßling – Es geht um das zweibändige Lehrbuch „District Laboratory Practice in Tropical Countries“ von Monica Cheesbrough. „Cheesbrough ist international die wichtigste Autorin, wenn es um Laboratorien, insbesondere Mikrobiologie in der Dritten Welt geht“, sagt Niederstebruch. Ihr Buch sei das Standardwerk in diesem Fachgebiet. „Auf unsere Arbeit hat das nur wenig Einfluss“, sagt Niederstebruch. Aber es erhöhe natürlich die Reputation des Vereins. Und es zeige auch, dass kleine ehrenamtliche Organisationen gute Ideen haben können.

Hintergrund: Mitglieder des Vereins „Globolab“ aus Aßling haben eine große Entdeckung gemacht. Sie können damit wohl vielen Menschen in Ländern der Dritte Welt helfen, ihnen sogar das Leben retten. Es geht um einen wichtigen Baustein im Kampf gegen Keime, die böse Entzündungen auslösen. Denn diese können dazu führen, dass Patienten zwar erfolgreich operiert werden können, danach jedoch an Entzündungen sterben oder schwer erkranken. Der Aßlinger Verein hat in einer Klinik in Lunsar in Sierra Leone, die von katholischen Padres geleitet wird, ein Labor für Mikrobiologie aufgebaut.

Um Keime wirkungsvoll bekämpfen zu können, müssen sie erst identifiziert werden. Dazu wird zum Beispiel eine Probe aus einer infizierten Wunde genommen und auf einem Nährboden, dem sogenannten Agar, aufgebracht. In Europa wird dieser Nährboden meist aus Tierblut hergestellt. In Entwicklungsländern funktioniert die Herstellung oft nicht, weil die Kühlung beim Transport nicht ausreicht, die Herstellung nicht steril genug ist oder Tiere krank sind. Menschliches Blut sei nicht geeignet, so die bisher geltende Lehrmeinung, die auch von der Weltgesundheitsorganisation vertreten wird.

Mit ihren Untersuchungen haben die Aßlinger das Gegenteil bewiesen. Notwendig ist aber eine spezielle Behandlung, die vom Verein entwickelt wurde. Menschliches Blut steril abzunehmen sei einfacher als bei Tieren. Auch abgelaufene Blutkonserven könne man verwenden. Diese müssten eigentlich vernichtet werden, könnten aber für den Agar verwendet werden.

Die Resultate wurden immer wieder auch vor Ort überprüft, mit positivem Ergebnis, und schließlich auch in einer Fachzeitschrift veröffentlicht. Nun also die Aufnahme in ein Lehrbuch.

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