Gemeinde kündigt Raum

Aßlinger Nähwerkstatt sucht neue Bleibe

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Aßling - Die Aßlinger Nähwerkstatt ist auf der Suche nach einem neuen Dach über dem Kopf. Die Gemeinde Aßling hat dem Ehrenamtlichen-Projekt den Raum im Ortskern abrupt gekündigt, da dieser künftig anderweitig vermietet wird.

Der Treff findet nun erst einmal im Pfarrheim statt. „Wir sind hier total gut aufgenommen worden“, sagt Theresia Eben, Vorsitzende der Aßlinger kfd.

Einige Ehrenamtliche sind verärgert, fühlen sich „wahnsinnig vor den Kopf gestoßen“ von der unvermittelten Kündigung. Eben formuliert es vorsichtiger: „Ein bisschen überraschend“ sei der Bescheid gekommen, einen Monat hätten die Näherinnen für ihren Umzug Zeit gehabt. Schwierigkeiten bereitet den Frauen, dass sie im Pfarrheim die schweren Nähmaschinen für jeden Treff auf- und abbauen müssen, „wir können sie hier nicht einfach stehen lassen“, sagt Eben.

Das sei der Vorteil des gemeindlichen Raums gewesen. Dauerhaft sei der Nähtreff für die gut ein Dutzend Frauen, die zum Beispiel aus Nigeria, Syrien und Afghanistan stammen, im Pfarrheim wohl nicht zu stemmen. Als Alternative hatte die Gemeinde den Näherinnen einen Raum im alten Bahnhofsgebäude angeboten. Der ist aber eigentlich zu klein und dringend renovierungsbedürftig.

Eben äußert aber Verständnis für die Entscheidung der Gemeinde Aßling, die ja ein berechtigtes Interesse an den Mieteinnahmen für den Raum im Ortszentrum habe. „Wir können uns arrangieren“, sagt sie. „Der Treff soll auf jeden Fall weiter stattfinden.“ Die Gemeinde habe in Aussicht gestellt, dass der Raum im Bahnhof renoviert werden könnte.

Seit Januar kommen die Flüchtlingsfrauen, die in der Aßlinger Umgebung wohnen, jeden Montagvormittag mit den ehrenamtlichen Helferinnen zusammen – zum Handarbeiten und Kennenlernen. Freude haben beide Seiten daran und hoffen, dass das Projekt, das mehrere Geschäfte aus der Umgebung mit Sachspenden unterstützen, nicht an Platzproblemen scheitert.

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