Maßnahmenpaket festgelegt

Aßlinger Schule: So läuft die Sanierung

Neben dem Erweiterungsanbau der Kindertagesstätte ist die Sanierung der Schule mit Kosten von gut 800 000 Euro das zweite Aßlinger Großprojekt.  Auch wenn satte Zuschüsse winken, wird trotzdem gespart.

Aßling– In der jüngsten Gemeinderatssitzung galt es, die energetische Sanierung im Detail festzulegen. Vom Keller bis zum Boden des Giebeldachs der 1958 eingeweihten Schule reichen die Maßnahmen, mit denen der Primärenergieverbrauch pro Quadratmeter Fläche im Jahr von jetzt knapp 150 Kilowattstunden (kWh) eines sogenannten Altbaus um mehr als die Hälfte, nämlich auf 66 kWh schrumpfen und der wegen der Verwendung von Biogas als Hauptenergieträger ohnehin geringe CO2-Ausstoß um weitere zehn Prozent reduziert werden soll. Es geht um die Dämmung der sich im Erdreich befindenden Außenwände, die auch aus Gründen des Erhalts der Bausubstanz Sinn macht und 53 000 Euro kosten wird, um die Dämmung der Obergeschossdecke zum unbeheizten Dachraum hin (18 000 Euro) sowie der Quergiebeldächer (2500 Euro) und um neue Fenster (160 000 Euro). Die sorgten im Sitzungsrund für eine längere Diskussion, bei der man schließlich übereinkam, nur jene der Klassen- und Unterrichtsräume, aber eben dann mit einer dreifachen Isolierverglasung, zu erneuern. Viele der im Jahr 2002 letztmals ausgewechselten Fenster sind nämlich laut Architekt Peter Serfözö noch ganz „ordentlich und voll funktionstüchtig“. Also wird nur dort gewechselt, wo es aus energetischer Sicht besonders Sinn macht, was rund 40 000 Euro spart.

Weil die neuen Fenster absolut dicht sind, kommt man um Lüftungsaggregate in den vier Klassenzimmern und in der Schulküche (55 000 Euro) nicht herum, war man sich nach kurzer Diskussion einig. Mindestens der gleiche Betrag wird für den Sonnenschutz der auf der Ostseite liegenden Klassenräume ausgegeben, knapp 7000 Euro für die Umstellung der gesamten Beleuchtung im Schulgebäude auf die hocheffiziente LED-Technik, was der Gemeinderat auch für Turnhalle und Rathaus bereits Ende Juni in einem Generalbeschluss entschieden hat. Schließlich werden weitere 25 000 Euro für neue Umwälzpumpen der Heizungsanlage des gesamten Schulzentrums fällig, womit man mit dem Austausch zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt. So wird nämlich überdurchschnittlich viel Strom – 60 Prozent weniger als bislang – gespart, zum anderen sind die alten Pumpen in „desolatem Zustand und funktionieren nur durch aushilfsweise Zusatzeinbauten“ so Serfözö.

Abgesehen haben Planer und Gemeinderat von einer Dämmung der Außenwände, wenngleich dies den Energiebedarf um 20 Prozent und die Energiekosten um 18 Prozent gesenkt hätte. Doch schon allein durch das jetzt vorliegende Maßnahmenpaket, das bei einer Gegenstimme, aber 15 positiven Voten abgesegnet wurde, erhofft man sich eine Minderung der Brennstoffkosten um insgesamt 16 Prozent.

Eberhard Rienth

Rubriklistenbild: © dpa

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