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Noch ist es ruhig: Kunterbunt wird es aber bald rund um die „Villa Kunterbunt“ in Aßling zugehen. Es wird angebaut. 

Aßlinger stimmen für Erweiterungsbau

Villa Kunterbunt bekommt Zuwachs

Selten hat der Aßlinger Gemeinderat in einer einzigen Sitzung so viel Geld ausgegeben. Jetzt waren es 876 994 Euro – für den Anbau der Kindertagesstätte „Villa Kunterbunt“. Ende September gehen die Arbeiten los, im Frühjahr will und muss alles fertig sein.

Aßling – An den bestehenden Kindergarten im Mitterweg wird nach Osten hin angebaut. Zweigeschossig mit Pultdach, ohne Keller. Der Baukörper wird 14 auf zehneinhalb Meter groß. Der Anbau wird direkt mit der bestehenden Einrichtung verbunden und erhält neben den beiden Gruppenräumen und Schlafräumen einen Personalraum und Toiletten sowie Garderoben alles Notwendige.

Zudem wird der heutige Eingangsbereich in einer zeitlich etwas versetzten Maßnahme umgestaltet und dabei das Büro der Kita-Leitung vergrößert. Das alles zu bewerkstelligen steht unter hohem Zeitdruck. Denn eigentlich hat man Glück gehabt – weil zum in wenigen Tagen beginnenden neuen Betreuungsjahr schließlich doch alle Kinder in bestehenden Einrichtungen untergebracht werden konnten.

Noch vor Kurzem ging man davon aus, dass für einige wenige Kinder Notlösungen zur Unterbringung gefunden werden müssen. Weil der jetzt noch etwas jüngere Nachwuchs erst peu a peu nachrückt, ist ein zeitlicher Puffer bis ins Frühjahr entstanden, zu dem alles fertig sein muss.

Glück hatte die Gemeinde noch in einem zweiten Punkt. Wegen der brummenden Konjunktur sind in der Baubranche die Preise derzeit hoch. Die ausgeschriebenen Gewerke und Arbeiten liegen aber bei den abgegebenen Angeboten in der kalkulierten Bandbreite. Von Gesamtkosten in Höhe von einer Million Euro geht man aus, so viel ist jedenfalls im laufenden Haushalt eingestellt.

Um nur 56 000 Euro liegt die Gemeinde bei den sieben jeweils einstimmig erfolgten Vergaben im Minus. Ausgerechnet der dickste Brocken brachte auch die höchste Kostenüberschreitung gegenüber der Kostenberechnung von Robert Spitzhirn vom Poinger Ingenieurbüro „tekture“, nämlich das System-/Modulgebäude. Auf 630 700 Euro war es gerechnet, im Angebot stehen jetzt 708 050 Euro. Es kommt von einer Aßlinger Firma und ist auch das einzige, das nach der öffentlichen Ausschreibung im Bayerischen Staatsanzeiger eingegangen ist. Laut Architekt liegt die Abweichung von 10,92 Prozent „immer noch weit innerhalb der normalen Marktpreisspreizung“.

Obwohl kein etablierter Systembauer angeboten habe, sei die Offerte „für ein mittelständiges lokales Unternehmen nicht überzogen“. Die Betonarbeiten (53 510 Euro) machen wie die Malerarbeiten (6133 Euro) Aßlinger Firmen. Die Bodenbeläge (16 172 Euro) bringt ein Grafinger Unternehmen auf den Estrich. Die Erd- und Entwässerungsarbeiten (49 076 Euro) macht ein Glonner Betrieb, während für die Küche (43 984 Euro) eine Firma aus Rosenheim verantwortlich zeichnet.

Die am Montag erfolgte Vergabe der Arbeiten steht noch unter dem Vorbehalt, dass die beantragte Baugenehmigung auch tatsächlich ins Aßlinger Rathaus flattert. „Die arbeiten im Landratsamt mit Hochdruck daran“, weiß Aßlings Rathaus-Geschäftsführer Wilfried Graupe. Er und Bürgermeister Hans Fent (parteilos) rechnen damit, dass kommende Woche die Genehmigung im Briefkasten liegt.

Eberhard Rienth

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