Trambahnen kollidieren: Bayerstraße momentan teilweise gesperrt

Trambahnen kollidieren: Bayerstraße momentan teilweise gesperrt
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Die Aßlinger Bahnhofstraße ist gefährlich. Bei einem Unfall vor zwei Jahren wurde ein neunjähriger Bub von einem Auto überrollt, jetzt hat es ein zehnjähriges Mädchen erwischt.

Unterschriften für Verkehrsberuhigung gesammelt

Gefährliche Bahnhofstraße: Aßlinger machen Druck

Aßling - Wiederholt kam es hier zu Unfällen: Mit ihren 156 Unterschriften machen Aßlinger Bürger jetzt Druck, „schnellstmöglich eine effektive Verkehrsberuhigung in der Bahnhofstraße herbeizuführen“.

Kern des Vorstoßes ist der Vorschlag, am Hang unterhalb des Bahnhofs die Fahrbahn zu verengen. Fabian Sevilla ist der Initiator der Aktion. Er wohnt in dem kleinen, neuen Baugebiet an der Bahnhofstraße. Seit Ende Oktober hat er Unterschriften für sein Anliegen „Für eine sicherere Bahnhofstraße“ gesammelt. Vor einer Woche hat er die Petition ins Aßlinger Rathaus geschickt, woraufhin Bürgermeister Hans Fent (parteilos) jetzt seine Gemeinderäte informierte.

In der nächsten Sitzung, also kurz vor Weihnachten, will man sich mit dem Thema befassen. Die Sicherheit in der Bahnhofstraße respektive die dort von Fahrzeuglenkern gefahrene Geschwindigkeit ist immer wieder Thema in der Gemeinde. Im Oktober 2013 warf der Rathauschef kurz nach seinem Amtsantritt gar das Stichwort Einbahnstraße in die Debatte.

Im Februar 2014 wurde auf der Südseite ein absolutes Halteverbot verfügt. Die Hoffnung der Gemeinderäte war, dass sich so in der Bahnhofstraße eine dominierende Verkehrsfahrtrichtung einstellt, die Autofahrer also mit der Zeit durch Erfahrung und Erleben genauso wie längst der öffentliche Linienbus den Weg zum Bahnhof nicht durch die Bahnhofstraße, sondern vom Norden her über die Glonner Straße und am P&R-Parkplatz vorbei nehmen. Das wirke „sich bereits positiv aus“, so Sevilla. Am steilen Hang mit der Kurve und dem nur teilweise einseitigen, schmalen Bürgersteig sei die Situation aber anders. Dort werde „Tempo gemacht“, so der Initiator. Seiner Meinung nach spricht deshalb einiges dafür, „durch eine Fahrbahnverengung, die nur abwechselnde Durchfahrt erlaubt, eine Verlangsamung bei Motorfahrzeugen und Fahrrädern herbeizuführen“, ohne den regulären Busbetrieb zu behindern.

Dies könne sehr kostengünstig realisiert werden, so die Petenten, gerne auch erst einmal in einer flexiblen Art und Weise, also für eine Testphase. Sinnvoll wäre es zudem, so die Unterzeichner weiter, „eine solche Fahrbahnverengung im Hangbereich auch mit der Möglichkeit einer Fußgängerüberquerung am Ende des Bürgersteigs an der Südseite der Straße auszustatten. Möglichst mit Ampelschaltung. Unabhängig davon, was der Gemeinderat kurz vor Weihnachten befinden wird.

Eine Änderung scheint erst nach dem Frühjahr greifbar. In der neuesten Ausgabe der VG-Nachrichten bittet nämlich Bürgermeister Fent in Sachen „Innerörtliches Verkehrs- und Mobilitätskonzept“, zu dem selbstredend Veränderungen in der Bahnhofstraße gehören, um Aufschub. Die für Dezember angekündigte öffentliche Sitzung des Arbeitskreises Verkehr müsse nämlich „leider auf das Frühjahr 2017 verschoben“ werden. Grund dafür sei, dass die von der Gemeinde beauftragten Verkehrszählungen und Erhebungen des Verkehrsplanungsbüros Gevas Humberg&Partner neuralgische Stellen beträfen, die aber die Untere Verkehrsbehörde im Landratsamt nun „mit eigenen Zählungen überprüfen“ wolle. Ausdrücklich verspricht Fent, dass im Frühjahr dann nicht nur „neuralgische Stellen an Staatsstraßen“ behandelt würden, sondern „natürlich auch Brennpunkte der gemeindlichen Straßen wie „Bahnhofstraße“ oder „Attelweg“.

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