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Seit Herbst 2015 kostet das Parken am Aßlinger Bahnhof Geld.

Gemeinderat gibt grünes Licht

Parken am Aßlinger Bahnhof wird teurer

Seit Herbst 2015 kostet das Parken am Aßlinger Bahnhof Geld. Jetzt steht eine Erhöhung an. Nur Tagesparker sind nicht betroffen. Die zahlen weiterhin 50 Cent.

Aßling - „Wenn wir nicht zustimmen, bräuchten wir ein eigenes System.“ Das schon im Konjunktiv formulierte Statement von Bürgermeister Hans Fent (parteilos) zeigte, wie begrenzt die Möglichkeiten des Aßlinger Gemeinderats bei der auf der Tagesordnung stehenden Gebührenerhöhung waren. Doch stand eine Ablehnung auch gar nicht ernsthaft zur Debatte. Zum einen bewertete der Rathauschef nämlich die anstehende Änderung als „eine moderate Erhöhung“. Zum anderen wusste Fent auch auf entsprechende Nachfrage zu berichten, „dass mit den Einnahmen unser Aufwand, was Betriebskosten samt Winterdienst betrifft, abgedeckt ist“. Und das genügt. Denn mehr wollte man schon bei der Diskussion über Parkgebühren auf der gemeindlichen P&R-Anlage mit ihren 190 Stellplätzen nicht, als dies die CSU-Gemeinderatsfraktion im August 2014 beantragt und man es im Juli 2015 schließlich beschlossen hatte.

Auf 23 500 Euro waren damals die laufenden Kosten pro Jahr taxiert worden. Mit „System“ hatte der Bürgermeister die „P+R Park&Ride GmbH“ aus München gemeint. Diese betreibt auch für die Stadt München sowie andere Kommunen im Umland, zum Beispiel auch in Grafing-Bahnhof, Parkplätze an der S-Bahn. Wolle man da raus, müsse man alles selbst organisieren, verwalten und auch umsetzen. Und man müsste selbst kontrollieren und auch bei Verstößen ahnden, konkretisierte Fent die Maßgaben. Damit war es viel leichter und zudem nachvollziehbar, dass die Aßlinger Räte ohne Gegenstimme das neue Gebührenmodell der P+R Park&Ride GmbH ohne große Diskussion absegneten:

Die Zehnerkarte erhöht sich von vier auf 4,50 Euro, der Preis der Monatskarte steigt von 7,50 Euro auf 8,50. Bei der Jahreskarte werden aus 75 künftig 85 Euro. Die Umstellung der Gebühren steht bei den Jahreskarten wegen des besser passenden halbjährlichen Turnus im Jahresablauf zum 1. Juli an. Für die anderen wird‘s schon ab 1. Juni teurer. Weil die Parkgebühren im Zusammenhang über die Diskussion eines gemeindlichen Verkehrskonzeptes entstanden sind – schließlich nutzen den Aßlinger Bahnhof viele Bürger aus dem Landkreis Rosenheim als sprichwörtlichen Einstieg in den MVV – fasste CSU-Gemeinderat Martin Pregler zum wiederholten Mal wegen des übergreifenden Verkehrskonzepts nach. Laut Bürgermeister Fent ist der dafür gegründete Arbeitskreis im Juni mit seinen Einlassungen fertig.

Eberhard Rieth

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