Quote nicht erreicht

Glasfaseranschlüsse als Hängepartie in Aßling

40 Prozent ist die notwendige Marge, damit die Infrastruktur für superschnelles Internet im Aßlinger Ortskern unter den Asphalt kommt. Auch nach der verlängerten Meldefrist für optionale Kunden vor rund zwei Wochen, hatten nur 38 Prozent der Hauseigentümer ihr Interesse bekundet.

Aßling – Seitdem laufen im Aßlinger Rathaus ständig Anrufe dieser interessierten Kunden der Deutschen Glasfaser auf. „Genaues weiß man noch nicht, ist dann der Tenor der Auskunft, die Rathaus-Geschäftsführer Wilfried Graupe dann geben kann. Am Donnerstag vorvergangener Woche hätte alles klar sein sollen. Da hatte Bürgermeister Hans Fent in der Ampletzer-Villa einen Gesprächstermin mit Vertretern der Deutschen Glasfaser. Fent ging ohne konkrete Fakten damit unwissend ins Wochenende. „Es steht auf der Kippe“, so lautete das Fazit.

Auch während der ganzen letzten Woche und bis heute hat sich daran nichts geändert. Vielleicht braucht alles jetzt so lange, weil’s eben so knapp hergeht. Fakt ist nämlich einfach der Vorstandsbeschluss der Deutschen Glasfaser, dass unter 40 Prozent Teilnehmetquote eben nichts geht. Aber man strengt sich an, jetzt erst recht, schließlich hat man ja mit der Kundenrekrutierungskampagne auch schon etwas investiert.

Laut Graupe sitzt die Deutsche Glasfaser über dem Plan des Aßlinger Ortskerns. Der mögliche Trick: wenn man den Planungsumgriff um jene Bereiche oder Straßen einkürzt, in denen sich überdurchschnittlich wenige Interessenten gemeldet haben, könnte das die Marge in die Höhe und somit über die Hürde treiben. Also ist noch etwas Geduld notwendig, bis man weiß, wo’s lang geht. Die Aßlinger ganz draußen auf den Höfen oder den kleinen Ortsteilen kann’s egal sein, wie die Kundensuche der Deutschen Glasfaser endet. Sie bekommen laut Gemeinderatsbeschluss ohnehin die Glasfaser vor die Haustüre gelegt. Mehr als 300 000 Euro lässt sich die Gemeinde das kosten.

Eberhard Rienth

Rubriklistenbild: © dpa / Peter Kneffel

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