Die Kirche und das Ortszentrum von Aßling
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Keinen Mobilfunkmasten bekommt der Aßlinger Ortskern. Die Standorte entstehen im Außenbereich.

Standorte stehen fest

Drei neue Handymasten für Aßling: Schneller Mobilfunk-Ausbau wegen der Bahn

  • Josef Ametsbichler
    VonJosef Ametsbichler
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Drei Standorte für neue Mobilfunkmasten gibt es in der Gemeinde Aßling. Weil es der Telekom pressiert, dürfte es nun schnell gehen. Eine Rolle spielen dabei die nahen Bahngleise.

Aßling – Es funkt einfach nicht genug in Aßling. Das sagt die Bahn, das sagen die Netzbetreiber, das sagt der Bund. Deshalb bekommt Aßling voraussichtlich noch im kommenden Jahr zwei neue Mobilfunkmasten – ein dritter dürfte zeitversetzt folgen, so Bürgermeister Hans Fent. Die Masten dürften bis zu 40 Meter hoch werden und sollen die Gemeinde mit dem aktuellen 5G-Standard abdecken.

Der Telekom geht das nicht schnell genug: Heuer noch könnte ein provisorischer Funkmast an Standort Nummer eins, am Waldrand westlich des Ortsteils Obstädt, in Betrieb gehen. Dafür brauche der Konzern kein langes Genehmigungsverfahren. Eile sei deshalb geboten, weil der Bund von den Netzbetreibern schleunig durchgängigen Mobilfunkempfang entlang der ICE-Bahnstrecken fordere, führt der Bürgermeister aus. Eine solche führt an Aßling vorbei von München Richtung Österreich. Auch der zweite geplante Telekom-Standort deckt die Gleise ab: Der Mast ist zwischen Niclasreuth und der südlichen Landkreisgrenze, dicht an der Bahnlinie geplant. Weitere Betreiber, das zeigen Erfahrungen andernorts, dürften mit ihren Antennen an die neuen Standorte folgen.

Ausbau-Beschleuniger Bahn - Bürgermeister verspricht, dass auch die Bürger vor Ort profitieren

„Davon profitiert auch Aßling“, sagt Fent über die Vorhaben der Betreiber. Der dritte neue Standort werde östlich von Lorenzenberg an der Wasserreserve folgen. Gerade in dieser Gegend gebe es öfter Beschwerden über schlechten Empfang. „Nicht zukunftsfähig“ nennt der Bürgermeister das bestehende Handynetz in der Gemeinde – ein Mast am Wertstoffhof, das genüge den gestiegenen Ansprüchen nicht mehr.

Bei den neuen Standorten hat Aßling vergangenes Jahr nachbessern müssen, auch um den Bedürfnissen der Netzbetreiber entgegenzukommen. In jüngster Sitzung nickte nun der Gemeinderat den aktuellen Stand der Konzentrationsflächenplanung ab, über die die Kommune bei der Standortwahl mitredet. „Sehr positiv“, so der Bürgermeister über die Planung.

Es sei gelungen, eine gute rechtliche Grundlage für die notwendigen neuen Masten zu schaffen. „Ohne Wildwuchs und außerhalb des Hauptorts“, so Fent. Damit komme die Gemeinde einem „Mehrheitswunsch“ der Bürger nach. Einzelne Einwände von Bürgerseite zu Strahlung, Ortsbild und Dimension der Bauvorhaben nahm der Gemeinderat lediglich zur Kenntnis.

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