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Großer Tag für die Kleinsten in Aßling

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Von: Michael Seeholzer

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Mit einem großen Fest, bei dem natürlich die Kleinsten im Vordergrund standen, ist am Samstag das neue Haus für Kinder in Aßling offiziell eingeweiht worden.
Mit einem großen Fest, bei dem natürlich die Kleinsten im Vordergrund standen, ist am Samstag das neue Haus für Kinder in Aßling offiziell eingeweiht worden. © Stefan Rossmann

Alle hatten zur Feier des Tages etwas mitgebracht: Die Eltern gute Laune, die Kinder einstudierte Stücke, Bürgermeister Hans Fent ein kurzes Grußwort sowie einen Dank an die Kindergartenleitung, und Zimmerer Georg Anderl den Sympathieträger Timmy, eine Holzfigur.

Aßling - Die Einweihungsfeier aus Anlass der Erweiterung des Hauses für Kinder in Aßling am Samstag, 21. Mai, war so gelungen wie der Umbau selbst. „Wir fahren gerne mit dem Spielzeugroller“, „wir spielen gerne mit dem Hüpfball“, „wir wandern gerne im Kinderhaus“: Die Kinder erklärten den Teilnehmern der Einweihungsfeier selbst, was sie an ihrem Kinderhaus so schätzen. „Das war ein kleiner Einblick in unseren Alltag“, erläuterte Erzieherin Theresa Hauser den Besuchern. Pfarrer Christoph Nobs hielt anschließend eine Andacht, bei der die Kinder das Gebet mit einem Tanz begleiteten.

Umbau begann unter schwierigen Bedingungen

Die Umbaumaßnahmen zur Erweiterung des Kinderhauses St. Georg am Mitterweg 38 begannen unter schwierigen Bedingungen, nämlich „pünktlich mit Pandemiebeginn“, wie Hans Fent erinnerte. Er richtete einen besonderen Dank an die Kindergartenleitung, Angelika Fischer und ihr Team, für das bewiesene Improvisationstalent. Fischer wiederum bedankte sich bei Zimmerer Georg Anderl, der mit seiner Mannschaft in der Umbauphase des in Holzbauweise errichteten dreigruppigen Kindergartens praktisch die Ruhe selbst gewesen sei.

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Der Bürgermeister zeichnete kurz den Werdegang der Umbaumaßnahmen nach. Bereits 2016 sei eine Machbarkeitsstudie für die Schaffung von neuen Betreuungsplätzen am bereits bestehenden Standort angefertigt worden. 2018 wurde dann eine Arbeitsgruppe gegründet, die aus Mitgliedern des Gemeinderats, der Kindergartenleitung, einem Planungsbüro und dem Bürgermeister selbst bestand. Das Resultat war preiswert: „Die Aufstockung um ein Geschoss mit 438 Quadratmetern Nutzfläche war die wirtschaftlichere Alternative zu einem Neubau“, berichtete Fent. Außerdem: Es wurde kein zusätzliches Bauland verbraucht. Das Obergeschoss beinhaltet jetzt drei große Gruppenräume für insgesamt zusätzliche 75 Kinder. Jede Gruppe hat zudem einen Nebenraum bekommen. Auch zwei Sanitärräume, ein Werkraum, sowie Garderoben, ein zusätzliches Personalzimmer mit Teeküche und ein eigenes Personal-WC fanden noch Platz. „Wichtig war uns auch, einen Personenaufzug einzubauen für die barrierefreie Nutzung des Gebäudes“, sagte Fent.

Aßling hat über zwei Millionen Euro investiert

Die Gemeinde Aßling hat für die Erweiterung 2,1 Millionen Euro investiert. „Gott sei Dank müssen wir das nicht alleine stemmen.“ Der Bürgermeister informierte, dass bisher an Zuschüssen bereits 713 600 Euro geflossen seien.

Zimmerer Georg Anderl aus Gollenshausen bestätigte der Kommune aber aus seiner Praxis, sie hätte „vom Geld ausgeben her ein glückliches Händchen“ bewiesen. Anderl lobte in Vertretung aller am Umbau beteiligten 13 Firmen die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde Aßling, die zum Gelingen des Baus nicht unwesentlich beigetragen habe. Fent sprach seinen besonderen Dank auch an die katholische Pfarrei aus. Durch deren Bereitschaft, für einen Teil der Umbauzeit eine Kindergartengruppe vorübergehend im Pfarrheim aufzunehmen, sei es gelungen, „eine Containerlösung zu vermeiden“. Nach dem offiziellen Teil führte die Leiterin des Hauses für Kinder kleine Gruppen durch die neuen Räume, bevor sich schließlich alle im Garten an eingedeckten Bierbänken niederließen. „Das Wetter wird bis Abend aushalten, da bin ich mir ganz sicher“, sagte Fent und sollte damit recht behalten.

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