Viktor Wahlandt (44, re.) wird der Nachfolger von Erwin Mehl als Aßlinger Jugendpfleger. Er freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem Nachwuchs.
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Viktor Wahlandt (44, li.) wird der Nachfolger von Erwin Mehl als Aßlinger Jugendpfleger. Er freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem Nachwuchs.

Aßlings neuer Jugendpfleger Viktor Wahlandt geht mit viel Schwund an seine Aufgabe

Jugendtreff-Idee darf nicht sterben

In Aßling wird gerade ein neuer Jugendpfleger eingearbeitet. Erwin Mehl (66), der 20 Jahre im Einsatz war, geht im September in Ruhestand.

Aßling - Über einen eigenen Jugendpfleger verfügen lediglich die größeren Landkreisgemeinden, in Aßling ist die Position gekoppelt an die Jugend-Schulsozialarbeit. Dort ist die Stelle bis Ende dieses Schuljahres mit zwei Diplom-Sozialpädagogen besetzt. Erwin Mehl (66), der sich seit 20 Jahren für die Aßlinger Jugend einsetzt, geht ab Anfang September in Ruhestand. Bis dahin wird er seinem Nachfolger Viktor Wahlandt (44) die Projekte übergeben.

„Was gut läuft, werde ich übernehmen und eigene Ideen einbringen“ sagt Wah-landt. Herzensangelegenheit ist ihm bereits jetzt der Jugendtreff, der im geplanten Sport- und Freizeitgelände an der Rosenheimer Straße entstehen soll. „Die Idee eines Jugendtreffs darf nicht sterben, ich möchte die Stimme der Jugendlichen hörbar machen“, betont er und weist auf den früheren Jugendtreff im Bahnhof Aßling hin, der seit langer Zeit geschlossen ist.

Jungendkonferenz vorstellbar

Auch eine Jugendkonferenz kann sich der Sozialpädagoge vorstellen. Solch ein jugendpolitisches Konzept kann vor Ort zu konkreten Verbesserungen in der Lebenswelt von Jugendlichen beitragen und faire und wirkungsvolle Beteiligungs- und Gestaltungsmöglichkeiten eröffnen. Denn: Viele Bereiche, die Jugendliche direkt betreffen, werden auf kommunaler Ebene beraten und entschieden – das gilt sowohl für Freizeitangebote, für Bau- und Infrastrukturplanungen, für Bildung und Ausbildung. „Ich plädiere für intensive Jugend-Lobbyarbeit, damit die Jugend nicht vergessen wird“, ruft Wahlandt auf. „Die Bedürfnisse von Jugendlichen und jungen Erwachsenen sollten bei allen Prozessen berücksichtigt werden, die ihre gegenwärtigen und zukünftigen Lebenslagen betreffen, die Jugendlichen müssen sich als vollwertige Mitglieder der Gesellschaft erproben können, dazu müssen sie wahrgenommen und gehört werden“, appelliert der Sozialpädagoge.

Erneut erwähnt er den geplanten Jugendraum im Multifunktionsgebäude des geplanten Freizeitgeländes und plädiert, die Jungend bereits in die Planung miteinzubeziehen. „Damit die jungen Menschen sich dann auch mit ihrem Jugendraum identifizieren können, das sichert eine spätere pflegliche Behandlung.“

Der Neue bringt viel Erfahrung mit

Ins neue Amt bringt Wahlandt jede Menge Kompetenzen mit: noch während seines Studiums belebte er beim Kreisjugendring München-Stadt den Kinder- und Jugendtreff Mooskito mit dem Projekt „Nachtöffnung“, nach dem Diplom betreute er im Jugendtreff am Biederstein jugendkulturelle Veranstaltungen und unterstützte dort die Breake-Dance-Gruppen. Später wechselte er in den Jugendtreff Neuhausen, erst als Stellvertretender, dann 29 jährig als einer der jüngsten verantwortlichen Leiter im Raum München.

Erfahrung in Sachen Jugendsozialarbeit an der Schule holte Wahlandt sich an der Mittelschule in Trudering. Zuletzt leitete er in München-Berg am Laim den Kinder- und Jugendtreff Zeugnerhof mit Schulsozialarbeit an der Mittelschule am Inzeller Weg. Vor 15 Jahren initiierte der sportbegeisterte Sozialpädagoge den Fußballcup des Kreisjugendrings MUC, an dem jährlich bis zu 24 Mannschaften aus Landeshauptstadt und Umland teilnahmen. „2020 wollten wir 15. Jubiläum feiern, das fiel wegen der Pandemie dann aus.“

Sein Eindruck jetzt, nach den ersten vier Wochen seiner Begegnungen mit den Kindern und Jugendlichen: „Jede Menge Spaß mit den Kids, eine super Zusammenarbeit mit Schule und Gemeinde und: ich freue mich auf zukünftige Aktionen.“

Susann Niedermaier

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