Neue Gebühren ab Januar

Aßlinger, freut euch: Wasser wird billiger

Aßling - Gute Nachricht für die Aßlinger: Zum Jahreswechsel werden die Gebühren für Wasser sowie Abwasser günstiger. Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung der Kostenkalkulation für die nächsten drei Jahre einmütig zugestimmt.

Weil es so Vorschrift ist, kommt in diesem Zeitintervall Reinhard Brilmayer mit vielen Zahlen und Tabellen regelmäßig ins Ratszimmer. Sein Büro „Kommunale Dienste“ in Ebersberg hat dann nämlich auf Einnahmen und Ausgaben der zurückliegenden drei Jahre geblickt und eben auch geschaut, wie es in den nächsten drei Jahren so aussehen wird. Sowohl die Wasserversorgung als auch die Abwasserbeseitigung über das Kanalnetz und die gemeindliche Kläranlage sind sogenannte kostenrechnende Einrichtungen. Die dürfen weder Gewinn noch Verlust machen. Um also kostendeckend arbeiten zu können, wird alle drei Jahre an den Stellschrauben, den Gebühren und den Herstellungsbeiträgen, gedreht. Je nachdem, ob man in der Vergangenheit zu viel oder zu wenig eingenommen hat. Daraus ergibt sich ein möglichst in Grenzen sich spiegelndes Auf und Ab, das man mit Brilmayers Hilfe berechnen, aber auch steuern kann. Die Investitionen nämlich relativ gleichmäßig zu tätigen ist das Grundrezept, um übergroße Ausschläge bei Gebühren und Beiträgen nach oben, aber auch nach unten zu vermeiden.

Das alles geschehe in Aßling „absolut im Rahmen“, attestierte Brilmayer den versammelten Gemeinderäten und konnte deshalb gleich gute Nachrichten im doppelten Sinne überbringen – nämlich Senkungen der Gebühren und Beiträge, und das eben nur „geringfügig“. Nach bisher 1,56 Euro pro Kubikmeter werden künftig 1,45 Euro für das Wasser zu bezahlen sein. Beim Herstellungsbeitrag für die nötige Infrastruktur bleibt der Beitragssatz nach der Grundstücksfläche mit 93 Cent pro Quadratmeter unverändert, bei der Geschossfläche werden aus bisher 3,59 Euro nun 3,51 Euro pro Quadratmeter. Austariert wird damit, dass Aßling in den vergangenen drei Jahren 82 000 Euro zu viel eingenommen hat. Ähnlich sieht es beim Abwasser aus. Da wurden mehr als elf Millionen Euro investiert, doch haben die Gebühren und Beiträge dennoch um 225 000 Euro zu viel in die Gemeindekasse gespült, die jetzt eben wieder unter Einberechnung der voraussichtlich in den nächsten drei Jahren anstehenden Investitionen wieder verteilt werden.

So sinken die Gebühren für die Einleitung von einem Kubikmeter Mischwasser, also meist Regenwasser, von 2,69 auf 2,64 Euro, beim richtigen Schmutzwasser, also dem normalen Abwasser, sind es künftig 2,37 statt bislang 2,42 Euro. Von 25,23 auf 24,75 Euro pro Quadratmeter Geschossfläche geht der Beitragssatz sowohl für Schmutz- als auch für Mischwasser zurück, der bei Letzterem auch zu zahlende Beitrag nach Grundstücksfläche ändert von 1,72 auf 1,81 Euro, was die einzige Erhöhung in der gesamten Neukalkulation ist.

Das alles gilt vom Beginn des neuen Jahres an. Denn es wird umgestellt – damit Fachmann Brilmayer leichter arbeiten kann. Künftig wird nämlich immer vom 1. Januar an gerechnet, bislang war es der 1. Oktober. So werden nun die Zyklen der Kalkulation mit dem des Jahres in Einklang gebracht.

Eberhard Rienth

Rubriklistenbild: © dapd

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