Bürgermeister Fent ist erleichtert

Quote nicht erfüllt: Aßling bekommt dennoch Glasfaser

Mit Aßling bekommt eine weitere Gemeinde fast flächendeckend Glasfaseranschlüsse bis in die Wohnungen. Die Deutsche Glasfaser investiert hierzu mehr als eine Million Euro. Alle Interessierten  profitieren im Ausbaugebiet der Gemeinde von kostenlos in die Häuser verlegten Gigabit-fähigen FTTH-Anschlüssen.

Aßling - Von den mehr als 4500 Einwohnern der Kommune lebt ein Großteil im Hauptort rund um das Rathaus in maximal 1000 Metern Entfernung. Obwohl die über 1000 Wohnungen dieses Aßlinger Kerngebietes bereits Breitbandanschlüsse mit Kupfertechnik nutzen können, hat es die Deutsche Glasfaser Anfang dieses Jahres gewagt, diesen Bürgern einen Gigabit-Eigenausbau anzubieten. Voraussetzung für den für Kommune und Kunden kostenfreien Netzausbau war, dass 40 Prozent der Haushalte sich für einen Vertrag mit der Deutschen Glasfaser entscheiden. Auch Hans Fent, Bürgermeister, war von Anfang an sehr zuversichtlich, dass die vom Netzbetreiber im Februar gestartete Nachfragebündelung erfolgreich verläuft. Doch es kam anders. Die eigentlich von der Deutschen Glasfaser gewünschte Anschlussquote wurde im Nachfragebündelungsverfahren mit rund 38 Prozent nicht ganz erreicht.

Nach reiflicher Überlegung hat das Unternehmen doch entschieden, das Projekt durchzuführen. Peter Reisinger, Regionalleiter von Deutsche Glasfaser in Bayern, begründet dies unter anderem mit den bereits gestarteten Netzausbau in den unmittelbaren, westlichen und nordwestlichen Nachbargemeinden: „Nachdem wir bereits in Glonn und Bruck mit dem Netzausbau begonnen haben, können wir Synergieeffekte nutzen. So brauchen wir nur eine relativ kurze Anbindung zum Glasfaser-Fernnetz (Backbone) in Form von Tiefbauleitungen zu diesen Nachbargemeinden realisieren.“

Fent ist über die jetzt erfolgte Zusage sehr glücklich: „Als Bürgermeister freue ich mich natürlich besonders, dass mit dem eigenwirtschaftlichen Ausbauprojekt am Hauptort Aßling und der am 23. Oktober gleichzeitig erfolgten Restvergabe von noch förderfähigen Lücken im Außenbereich mehr als 90 Prozent unserer Haushalte im gesamten Gemeindegebiet die Möglichkeit haben werden, sich ans Glasfasernetz anzuschließen.“  

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa / Peter Kneffel

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