Viel Platz für Freizeit und Sport: Im Gemeinderat Aßling wurde jetzt dieser Plan vorgestellt, der die Aufteilung des Geländes zeigt.
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Viel Platz für Freizeit und Sport: Im Gemeinderat Aßling wurde jetzt dieser Plan vorgestellt, der die Aufteilung des Geländes zeigt.

Multifunktionsgebäude wird im Norden des Geländes gebaut

So wird das neue Aßlinger Sportgelände aussehen

Die Planung des neuen Aßlinger Sport- und Freizeitgeländes nimmt konkrete Formen an. Die Gemeinderäte fassten wichtige Beschlüsse.

Aßling - Dienstagabend, 19 Uhr. Die Aufmerksamkeit gehört König Fußball. Bier und Chips stehen in den Wohnzimmern bereit, Vorberichte laufen, die Nation fiebert dem Spiel Deutschland – Frankreich entgegen. Auch in Aßling fegte die Fußball-EM die Straßen leer. Doch im Gemeindesaal brennt noch Licht, hier tagt der Gemeinderat - zwar öffentlich, doch ohne Zuhörer. Im Saal geht es um Fußball – und um noch viel mehr.

Das Thema ist spannend, weil es alle Bürger und die Vereine betrifft. Diskutiert wird über die neue gemeinschaftliche Sport- und Freizeitanlage (rund 50 000 Quadratmeter) an der Rosenheimer Straße, die in den kommenden Jahren auf einem Grundstück der Gemeinde entstehen soll. Klar seit Jahren: der Fokus des neuen Sport- und Freizeitgeländes wird nicht allein dem Fußball gewidmet sein.

Multifunktionsgebäude wird platziert

Konkret geht es um die Aufteilung der Fläche, die Platzierung und Ausrichtung eines Multifunktionsgebäudes, der Fußballplätze und den Bereichen, die der Allgemeinheit dienen sollen, wie: Bolzplatz, Spielplatz, Allwetterplatz, Trimmpfad, Seniorenbereich und den Parkplätzen.

Jetzt steht fest: das Multifunktionsgebäude, das das neue Sport-und Freizeitgelände ergänzt, wird nicht mittig zwischen die Fußballplätze gebaut, sondern im Norden des Geländes und damit wesentlich mehr Richtung Ort platziert werden, angrenzend an Parkplatz und Turnierplatz. Das Gremium sprach sich mehrheitlich (13:3) für die zweite Planungsvariante (von ursprünglich drei) aus. Dagegen stimmten die CSU-Gemeinderäte Georg Weilnböck und Rosi Gilg, zudem Richard Stanzel (UNL).

Wahl zwischen Variante eins und Variante zwei

Zuvor beleuchteten die Planer Werner Ehrnstraßer (Architekt) und Max Bauer (Landschaftsarchitekt) beide Varianten. Bauers Anmerkungen zu Variante eins: Ausrichtung aller Fußballfelder (einschließlich Hauptplatz) in Richtung Nord/Süd, das Multifunktionsgebäude mittig zum Rasenspielfeld orientiert – ideal für die Zuschauer von Balkon oder Terrasse aus, Topografie Richtung Westen günstig für Tribunenstufen beim Hauptplatz (Gelände steigt). Zu Variante zwei: Multifunktionsgebäude noch besser Richtung Ort orientiert, zu Fuß oder per Fahrrad ideal auf kürzestem Weg erreichbar, die Flächen für die Allgemeinheit – sind klar Richtung Ort ausgerichtet, der Kinderspielplatz wäre noch deutlicher von den Verkehrsflächen abgesetzt. Ausrichtung des Haupt-Turnierplatzes nach empfohlener DIN nicht perfekt, aber möglich, Gebäude nicht mittig zum Hauptplatz.

Jugendpfleger wünscht sich ein BMX-Gelände

Jugendpfleger Erwin Mehl, noch bis Herbst im Amt, plädierte zusammen mit seinem künftigen Nachfolger (bereits im Amt) Viktor Wahlandt ebenfalls für die zweite Variante. Zudem wünschte sich Mehl für die Jugend ein BMX-Gelände mit Sandhügellandschaft.

Die Einschätzung des TSV Aßling zur Platzierung des Multifunktions-Gebäudes stellte Christian Stable (Vorsitzender Arbeitskreis TSV/neues Sport-Freizeitgelände) vor. Fazit: Der TSV betrachtet beide Varianten als geeignet. „Obwohl bei einer Umsetzung von Variante eins die Wege der Fußballer zum Erreichen der Trainingsplätze am kürzesten wären, entscheidet sich der TSV für Variante zwei – zu Gunsten aller, die dieses Gelände nutzen werden“, betont Stable und erinnert, den Gastronomiebereich nicht zu vergessen.

Architekt Werner Ehrnstraßer vom Planungsbüro Ehrnstraßer, Forstinning, stellte den Plan vor.

Karen Schiöberg-Fey (SPD) schlägt vor, an einer der Wände des Multifunktionsgebäudes eine Kletterwand zu installieren – und diese mittels Sponsoren zu finanzieren. Weilnböck erinnert den Architekten, einen großen Mehrzweckraum (rund 150 Quadratmeter) in das Multifunktionsgebäude einzuplanen, Gilg wünscht sich weitere zwei Planungsvarianten: mit und ohne Gastronomie.

Jetzt bedarf die geplante Flächenaufteilung, nach Überarbeitung durch die Planer, der Genehmigung durch das Ebersberger Landratsamt. Die erwartet Verwaltungsleiter Willi Graupe für August.

Susann Niedermaier

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