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So soll die Stele für Sternenkinder in Aßling aussehen. 

Damit trauernde Eltern einen Platz zum Gedenken haben 

Stele für Aßlinger Sternenkinder

Im östlichen Teil des Aßlinger Friedhofs, nahe des dortigen Kreuzes, wird schon bald eine Stele stehen. Der Gedenkort für sogenannte Sternenkinder ist eine Idee der Katholischen Frauengemeinschaft, die heuer ihr 100-jähriges Bestehen feiert.

Aßling–Auf dem Friedhof hat die Gemeinde das Sagen. Deshalb hatte am Dienstagabend der Gemeinderat über das Thema zu beraten. Dabei ging nicht nur um die Zurverfügungstellung einer Örtlichkeit für die Stele auf dem Gemeindefriedhof, sondern auch ums Geld. „Der Kostenrahmen überschreitet die finanziellen Möglichkeiten des Antragstellers“, führte Bürgermeister Hans Fent in die Thematik ein. „Kritisch“ werde es für Gemeinderäte beim Geld immer dann, wenn es um keine Pflichtaufgabe der Gemeinde gehe. Doch könne er sich vorstellen, die katholischen Frauen unter ihrer Vorsitzenden Theresia Eben, von denen eine ganze Reihe die Sitzung mit verfolgte, dennoch zu unterstützen. Auf 15 000 Euro ist die Stele taxiert, die der Ebersberger Kunstschmied Matthias Larasser-Bergmeister entworfen hat. Seitens des Frauenvereins, der derzeit 243 Mitglieder zählt, ist bereits zugesagt, 5000 Euro zu stemmen. Das brachte den Bürgermeister zu dem Vorschlag, dass die Gemeinde ebenfalls 5000 Euro beisteuern könne. Das letzte Drittel, so Fent, könne ja eine Spendenaktion erbringen. Er sei sich sicher, dass es spendenwillige Unterstützer gebe und so ganz bestimmt „eine gewisse Summe herein kommt“, gab sich der Bürgermeister optimistisch.

Einen anderen Gedanken hatte sein Stellvertreter Ernst Sporer-Fischbacher (UNL). Einnahmen ließen sich für die Gemeinde ja auch generieren, wenn man bei der Stele auch Bestattungen zulasse, schlug der 2. Bürgermeister vor. Bislang sei nur an eine Gedenkstätte gedacht, bremste Fent. Wolle man mehr, müsse man erst die Friedhofssatzung entsprechend ändern. „Wenn die Spendenaktion nicht ausreicht, kann ja die Gemeinde den Rest noch übernehmen“, plädierte Richard Stanzl (UNL) für Großzügigkeit. Worauf sich kein Widerspruch regte. Im Gegenteil. Für die CSU signalisierte 3. Bürgermeister Sebastian Brilmayer Zustimmung. „Ich kann mich für das Projekt sehr erwärmen.“ Das werde eine „würdige Gedenkstätte“ an „passendem Platz“.

„Die Stele für Sternenkinder soll ein Denkmal sein für alle Kinder, die schon vor, während oder kurz nach der Geburt verstorben sind. Für trauernde Eltern, Geschwister und Großeltern soll ein fester Gedenkort zur Verfügung stehen. Der frühe Verlust eines Kindes bedeutet einen Schmerz, den man sich kaum vorstellen kann“, hatte die Frauengemeinschaft in ihrem Antrag Mitte Juni geschrieben. Schon auf vielen Friedhöfen werde „Sternenkinder“ bereits jetzt ein Denkmal gesetzt, etwa in Grafing, Ebersberg oder Kolbermoor.

Einstimmig wurde entschieden, dass die Gemeinde Aßling 5000 Euro beisteuert und gegebenenfalls die bei der Spendenaktion möglicherweise entstehende Differenz zusätzlich noch ausgleicht.

Bleibt nachzutragen: „Sternenkinder“ ist eine poetische Wortschöpfung. Ihr liegt die Idee zugrunde, so Kinder zu benennen, die den Himmel, poetisch also die Sterne, erreicht haben, noch bevor sie das Licht der Welt erblicken durften.

Eberhard Rienth

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