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Die Polizei verteilte vor dem Aßlinger Kindergarten Zitronen an Autofahrer, die dort zu schnell unterwegs waren. 

Polizei und Kindergarten starten coole Aktion

Zitronen für Temposünder - Schokolade für die Guten

Gelungene Aktion: Am Montag führten die Verkehrserzieher der Polizei Ebersberg, Martin Schedo und Bernhard Schweida, mit Unterstützung des Sachbearbeiters Verkehr, Stephan Mittermaier, vor dem AWO-Kindergarten in Aßling ungewöhnliche Geschwindigkeitsmessungen durch.

Aßling - In diesem Bereich ist Tempo 30 vorgeschrieben. Verstöße dagegen wurden mit einer Zitrone anstatt mit Verwarnungsgeld geahndet. Die Zitronen wurden durch die Kindergartenkinder den jeweiligen Fahrzeugführern überreicht. „Schade war nur, dass niemand auch in die Zitrone gebissen hat“, so Schweida. Alle anderen Verkehrsteilnehmer erhielten für ihr richtiges Verhalten ein Stück Schokolade.

 Unterstützt wurde die Aktion von Kindergartenleitung und Elternbeirat. Die Polizei appellierte so an die Einsicht der Verkehrsteilnehmer, sich speziell in Bereichen, wo mit Kindern im Verkehrsraum zu rechnen ist, an die erlaubte Höchstgeschwindigkeit zu halten. 

Bei einer erlaubten Geschwindigkeit von 30 km/h ergibt sich bei einer Gefahrenbremsung ein Anhalteweg (Reaktionsweg + Bremsweg) von 13,5 Metern. Bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h beträgt der Anhalteweg bei einer Gefahrenbremsung 27,5 Meter. Konkret heißt das: Wenn ein Kind 14 Meter vor einem sich nähernden Pkw die Fahrbahn betritt, schafft es der mit 30 km/h fahrende Pkw gerade noch, vor dem Kind stehen zu bleiben. Der Pkw, der sich mit 50 km/h nähert, trifft das Kind ungebremst mit 50 km/h, da sich das Auto nach 14 Metern noch auf dem Reaktionsweg befindet. Somit kann bereits eine „leichte“ Geschwindigkeitsübertretung für ein Kind über Leben und Tod entscheiden. ez

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