Aßlinger Gewerbegebiet steht auf der Kippe

Aßling - Die Entstehung des neuen Aßlinger Gewerbegebiets an der Rosenheimer Straße war von je her von Schwierigkeiten begleitet. Jetzt steht es möglicherweise vor dem Aus. Dabei hätte am Mittwochnachmittag der Spatenstich stattfinden sollen. Aber: Bürgermeister Hans Fent sagte kruzerhand ab.

Der Tritt auf die Notbremse war notwendig, weil sich nach Angaben Fents am Montag das Ebersberger Vermessungsamt im Aßlinger Rathaus meldete. Inhalt der Hiobsbotschaft: Gegen die erfolgte Flächenumlegung sei vom Rechtsanwalt eines der Grundeigner während der eben laufenden Auslegung dieser Vermessungstätigkeiten Einspruch erhoben worden. Fent will zwar nicht von einem „Gau“ sprechen, doch sieht er das ganze geplante Gewerbegebiet „jetzt gefährdet“. Führe nämlich der Einspruch des einen Grundeigners dazu, dass sich nun alle Eigentümer nicht auf ein neues Bewertungsschema ihrer Flächen einigen können, „ist im Extremfall das Gewerbegebiet in seiner bisherigen Form gescheitert“, sagte Fent gegenüber der EZ.

Im Gemeinderat war das nun über der Planung hängende Damoklesschwert am Dienstagabend Thema - im nichtöffentlichen Teil der Beratung. „Die Ratsmitglieder waren natürlich nicht erfreut“, fasste der Bürgermeister zusammen. Schließlich sei das alles „ja ziemlich überraschend gekommen“. Noch am selben Tag hatte Fent mit Vertretern des Vermessungsamts über das weitere Vorgehen beraten. Ergebnis: Mit allen Grundeignern soll jetzt möglichst schnell ein Runder Tisch stattfinden. Dann werde sich herausstellen, ob alle Eigentümer den Weg des Petenten mitgehen könnten oder nicht. Unterm Strich wird es nach Fents Bekunden dann darum gehen, ob, wie jetzt von der einen Seite gewünscht, die Flächen nach ihrer unterschiedlichen Wertigkeit bewertet werden, oder ob, wie eigentlich bislang ausgemacht, jeder Quadratmeter gleichviel zählt bei der Kostenverteilung des städtebaulichen Vertrags.

Fent hofft, dass es zu einer Einigung kommen wird. Jedoch „haben wir auf jeden Fall eine Situation, die alles verzögern wird“. Fents Ausblick: „Ich glaube nicht, dass wir noch vor Weihnachten den jetzt abgesagten Spatenstich nachholen können.“ Inwieweit der Einspruch nun andere Baumaßnahmen wie die Tankstelle oder den weiteren Diskounter tangiert, wusste der Bürgermeister am Mittwoch noch nicht zu sagen. Eberhard Rienth

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