Die rentner in Aßling haben nicht nur Wünsche, sie packen auch an, wie hier beim Pflastern von Parkflächen. Foto: Jürgen Rossmann

Senioren übergeben dem Gemeinderat einen Wunschzettel

Aßling - In Aßling hat sich ein Agenda-Arbeitskreis für Senioren konstituiert. Er hat kürzlich dem Gemeinderat eine Liste von Wünschen übergeben. Das Dutzend Aktiver um Götz Schindler hofft nun, dass die fünf Punkte umgesetzt werden.

Ganz oben rangiert unter den unterbreiteten Vorschlägen, die das Leben von Senioren in der Gemeinde erleichtern sollen, dass Bordsteine, insbesondere an Straßeneinmündungen, abgesenkt werden sollen. Leicht verständlich: Dann könnten Personen mit einem Rollator oder Rollstuhl leichter die Straße überqueren.

Um Details zu erörtern, schlägt der neue Agenda-Arbeitskreis eine Begehung vor, an der auch das Straßenbauamt, die Behindertenbeauftragte des Landkreises sowie Betroffene teilnehmen sollen. Dabei solle auch nach Lösungen gesucht werden, damit sehbehinderte oder blinde Menschen nicht gefährdet werden.

Gewünscht werden zudem weitere Bänke im Ortsbereich. „Insbesondere ältere Menschen brauchen eine Möglichkeit, sich kurz auszuruhen, wenn sie im Ort unterwegs sind“, führte Schindler vor den Gemeinderäten aus. Die Plätze, an denen weitere Bänke aufgestellt werden könnten, sollen gleich bei der ohnehin vorgeschlagenen Ortsbegehung erörtert werden. Um die Bänke zu finanzieren, soll gemeinsam mit der Gemeinde nach Sponsoren gesucht werden.

Der dritte Punkt gilt dem am Mitterweg entstehenden neuen Spielplatz. Der solle nämlich nicht nur für Kinder, sondern auch für die anderen Gemeindebürger nutzbar sein. Der Senioren-Arbeitskreis der Agenda wünscht sich deshalb eine Tischtennisplatte. „Sie könnte, wie auch die Bocciabahn und die Tische mit Schachbrettmuster, von Personen aller Altersgruppen benutzt werden und würde dazu beitragen, den Spielplatz zu einem Treffpunkt zu machen, der von der Bürgerschaft tatsächlich auch angenommen wird“, ist Schindler überzeugt.

Auch dem Schwimmbecken in der Schule gilt das Augenmerk des neuen Agenda-Arbeitskreises. Dort sollen nämlich besondere Öffnungszeiten für Senioren eingerichtet werden. „Ältere Menschen, die beim Schwimmen oft unsicher sind, ist es ein Problem, wenn während der allgemeinen Öffnungszeiten Kinder in das Becken springen oder im Wasser toben“, bat Schindler im Rat um Verständnis.

Der Arbeitskreis schlug vor, zunächst in den VG-Nachrichten eine Umfrage zu starten, um das Interesse an einer besonderen Öffnungszeit für Senioren abzuklopfen. Der letzte Wunsch scheint wohl der schwierigste und auch teuerste zu sein. Er gilt nämlich Aufzügen am Bahnhof, um Gehbehinderten den Zugang zu den Gleisen zu ermöglichen.

Auch wünscht sich der Senioren-Arbeitskreis, dass die Treppen so umgebaut werden, dass sie auch beim Transport von Koffern nutzbar sind. Die Gemeindeverwaltung soll deshalb bei der Bahn AG vorstellig werden. „Im Übrigen sei daran erinnert, dass Bahn-Vertreter bei einer Begehung bereits vor mehreren Jahren die Sanierung der unebenen und löchrigen Oberfläche des Bahnsteigs am Bahnhofsgebäude in Aussicht gestellt hat“, erinnerte Schindler.

All diese Wünsche seien Ergebnisse des Seniorennachmittags Mitte April im Gemeindesaal, schilderte Schindler den Gemeinderäten den Ursprung der Anliegen. Gleichzeitig verwies Schindler auf bereits laufende Aktivitäten. So sei eine Wandergruppe aktiv, auch habe man einen kleinen Flyer für Senioren mit Telefonnummern für den Notfall gedruckt und verteilt. Geplant sei nach der Sommerpause eine Radlergruppe zu gründen, auch wolle man sich an die Organisation von Spielenachmittagen und die Gründung eines Literaturkreises machen.

Von Eberhard Rienth

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