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Der markante Bau des Gymnasiums Vaterstetten: : Die Bildungseinrichtung ist seit Jahren überbelegt. Jetzt wird erweitert

Große Nummer

Auch wenn Kosten steigen:  Kreispolitiker und Schulleitung sehr zufrieden über Anbau-Plan am Gymnasium Vaterstetten

Bildung ist teuer. Der Landkreis investiert in diesem Bereich erheblich. Eines der Projekte ist das Gymnasium Vaterstetten. Dort sollen die Übergangs-Container nun endgültig verschwinden.

Vaterstetten/Landkreis  - In einem Anbau sollen mehrere Probleme gelöst werden. Jetzt kommt die nächste Planstufe. Vorgesehen sind ein über zwei Etagen reichender Mehrzwecksaal samt Bühnen und Empore für verschiedene Nutzungen und darüber unter anderem Klassenzimmer. Das neue Gebäude soll sich optisch an die bestehende Schule angleichen. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Im zuständigen Ausschuss des Kreistages gab es viel Zustimmung. „Ich bin total begeistert“, sagte unter andere CSU-Kreisrätin Bettina Zetzl (Vaterstetten).

Kosten steigen

Klar ist aber auch, dass die Kosten steigen. Ursprünglich ging es um rund 15 Millionen Euro plus einem Kostenpuffer von 3,5 Millionen. Gerechnet wird derzeit mit rund 22 Millionen Euro ohne die Zuschüsse. Kreisrat Josef Zistl (Gemeinde Baiern, CSU) meinte: „Es ist so viel Euphorie im Raum.“ Er traue sich gar nichts mehr zu sagen. Die Sonderwünsche seien grundsätzlich in Ordnung. Es gebe aber viele weitere Projekte im Landkreis. Unter anderem geht es um die geplante Berufsschule in Grafing-Bahnhof, aber auch um das geplante Gymnasium in Poing oder die Erweiterungen an den sonderpädagogischen Förderzentren in Grafing und Poing. „Wir kommen in eine Dimension, die dem Kreis nicht gut tut“, meinte Zistl.

Adiabate Temperierung

„Das sei schon „eine große Nummer“, räumte Landrat Robert Niedergesäß (CSU) ein. Zusatzkosten entstehen unter anderem durch eine Zisterne für Regenwassernutzung, veranschlagt mit rund 40 000 Euro. Hinzu kommt eine „Adiabate Temperierung“ der neuen Räume. Es geht dabei um eine Art natürliche Gebäudeklimatisierung, also nicht um eine Klimaanlage. Kosten: rund 60 000 Euro. Intensiv nachgedacht wird auch über den Einbau von Holzparket.

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Erdaushub im kommenden Sommer

Direktor Rüdiger Modell bedankte sich bei den Kreispolitikern. „Ich bin genauso begeistert wie der Ausschuss.“ Schon bei der Planung sei klar gewesen, dass es eine gute Zusammenarbeit werde. „Unsere Wünsche wurden realisiert und entsprechen dem pädagogischen Konzept.“ Zum Zeitplan: Im kommenden März sollen die Arbeiten für die Erweiterung ausgeschrieben werden. Der Erdaushub könnte im Sommer erfolgen, das komplette Gebäude könnte zwei Jahre später fertig sein.“

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Entscheidung zu Photovoltaik noch offen

Noch offen ist eine Entscheidung über die mögliche Nutzung durch Photovoltaik auf dem Dach des neuen Gebäudes. Das soll in einer weiteren Sitzung des Ausschusses geklärt werden. Unter anderem geht es in der Debatte um eine kleinere Lösung, nur für die Grundlast, oder um eine größere Variante. Landrat Niedergesäß brachte dabei externe Nutzer wie die Genossenschaft „3E“ ins Gespräch. Die Entwicklungen sollen parallel laufen,

Nutzung durch Vereine 

Ein weiterer Debatten-Strang dreht sich um die Nutzung der neuen Halle für die Bevölkerung. Niedergesäß erklärte: „Eine gewisse Einbindung ins öffentliche Leben macht Sinn.“

Der Vaterstettener Kreis- und Gemeinderat Günter Lenz (SPD) meinte, man müsse immer schauen, dass eine Nutzung für den Vereinssport untersucht werde. Gleiches gelte auch für kulturelle Veranstaltungen. Lenz verwies aber auch auf die Entwicklungen der Dreifachhalle an der neuen Grund- und Mittelschule in Vaterstetten. Dort werde ein Teil der Halle durch den Kreis finanziert.

Weitere Informationen: Vaterstettener Schüler fühlen US-Konsul auf den Zahn 

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