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Renate Schaumberg tritt als Kreisvorsitzende der Senioren Union zurück.

"Auschwitz-Lüge": Kreisvorstand der Senioren Union tritt geschlossen zurück

Grafing - Der Kreisvorstand der Senioren Union Ebersberg tritt geschlossen zurück. Das ist der vorläufige Höhepunkt in der Auseinandersetzung um den Verkauf einer Nazi-Broschüre mit dem Titel „Die Auschwitz-Lüge“ auf einem Sommerfest im vergangenen August (wir berichteten).

In dem Buch wird der Holocaust geleugnet, was eine Straftat darstellt. „Der Kreisverband Ebersberg der Senioren Union bedauert zutiefst die Vorfälle, über die in der Presse berichtet worden ist. Er distanziert sich ausdrücklich von dem Vorwurf, rechtsradikales Gedankengut verbreitet zu haben. Nach fünf Monaten sind die Vorwürfe, die erhoben werden, nicht abschließend zu klären.“ Der Rücktritt soll gleichzeitig ein Signal des Vertrauens für die Vorsitzende Renate Schaumberg sein. Deshalb heißt es: „Tief betroffen von den Vorwürfen tritt der Kreisvorstand Ebersberg der Senioren Union, auch aus Solidarität mit der Kreisvorsitzenden zurück. Die Vertrauensbasis zu dem Vorstandsmitglied, das die Vorwürfe erhoben hat, ohne den Kreisvorstand zu informieren, ist nicht mehr gegeben. Möglichst bald wird ein Termin für Neuwahlen für den Kreisvorstand angesetzt.“ Das wurde am Sonntag bekannt gegeben. Das Mitglied, das die Öffentlichkeit über den Vorwurf in Kenntnis gesetzt hatte, auf dem Sommerfest der Senioren Union sei eben jene Nazibroschüre verkauft worden, ist Erich Richartz, selbst Beisitzer im Kreisvorstand. Dafür, dass das Buch tatsächlich verkauft worden ist, kann er eine Zeugin benennen - seine Ehefrau, wie er selbst sagte. Nach seiner Darstellung sei er vom Kreisvorstand der Senioren Union massiv unter Druck gesetzt worden, zurückzutreten. Als er sich geweigert habe, „trat der Vorstand in Gesamtheit ohne mich zurück.“ Wie Richartz der EZ am Sonntagabend mitteilte, habe er in Reaktion am Samstag schriftlich seinen Austritt aus der Senioren Union erklärt. „Ich bin meiner staatsbürgerlichen Pflicht nachgekommen und würde antisemitischen Erscheinungen immer wieder entschlossen entgegentreten.“

Am Freitagabend hatte zu dem umstrittenen Broschüren-Verkauf auch eine Vorstandssitzung des CSU-Kreisverbandes in Zorneding stattgefunden. Der Grafinger Ortsvorsitzende Josef Carpus musste dabei seine Sicht der Vorfälle darstellen. Er kündigte für Montag eine Presseerklärung an.

Von Michael Seeholzer

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