Rechtsstreit 

Autopanne: Doch bezahlen will ein 65-Jähriger für die Reparatur nicht 

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Eine Autopanne mit rechtlichen Folgen. Der Mercedes eines 65-Jährigen bleibt auf einer Straße liegen und muss von Mechanikern einer Werkstatt aus dem südlichen Landkreis abgeschleppt werden.

Ebersberg – Für die darauffolgende Reparatur zahlen will der Halter der C-Klasse aber nicht – obwohl er den Auftrag dazu gegeben hat, das Auto fahrtüchtig zu machen.

Knapp 400 Euro ist er der Werkstatt schuldig – bis heute, seit drei Jahren. Der Halter sagt: Es seien Sachen eingebaut worden, die es gar nicht braucht. Eine neue Batterie zum Beispiel. Sie alte sei noch gut gewesen. Der Chef der Werkstatt sagt hingegen, das nur das Nötigste eingebaut wurde. Die Batterie sei getestet worden und musste ausgewechselt werden, weil das Auto nicht angesprungen wäre.

Zivilrechtlich bereits entschieden, aber...

Zivilrechtlich ging der Kfz-Meister gegen den 65-Jährigen aus Rudelzhausen (Kreis Freising) vor – und gewann vor Gericht. Weil der 65-Jährige in einer Vermögensaufstellung aber seine miserablen Finanzen darlegte, schob sich die Zahlung, zu der er verpflichtet wurde, immer und immer weiter.

Schließlich schaltete sich die Staatsanwaltschaft ein und warf dem Rentner vor, dass er 2015, als sein Auto kaputt ging, den Auftrag zu Reparatur gegeben habe, obwohl er gewusst habe, dass er nicht bezahlen könne. Anfang dieses Jahres flatterte eine Strafbefehl in Höhe von 250 Euro bei ihm dafür ein. Doch bezahlen wollte beziehungsweise konnte der 65-Jährige auch diesen nicht.

Bevor es noch teurer wird

Der Fall landete nun vor dem Amtsgericht in Ebersberg. Der Chef der Kfz-Werkstatt und ein Mitarbeiter sagten aus, dass sie nur reparierten, was sein musste und dass alles abgesprochen gewesen sei. Der Angeklagte Rentner dagegen sagte: Das sei nicht wahr. Richterin Vera Hörauf sah keinen Grund, den Mechanikern zu misstrauen und gab dies dem Angeklagten zu verstehen. Der zog am Ende den Einspruch gegen den Strafbefehl zurück und umging damit einem Urteil und einer wohl höheren Strafe als den 25 Tagessätzen zu je zehn Euro im Strafbefehl.  

Rubriklistenbild: © Stefan Rossmann

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