Bahnhof: Geringe Parkgebühren in Sicht

Aßling - Wenn es zu den von der CSU beantragten Gebühren auf dem P&R-Parkplatz beim Aßlinger Bahnhof kommt, werden sie vergleichsweise gering sein. Zwischen 50 Cent und einem Euro pro Tag stellte Bürgermeister Hans Fent in Aussicht.

Im Gemeinderat ging es jetzt um einen Sachstandsbericht. Ein Beschluss wird noch eine Weile auf sich warten lassen, da sich der Rathauschef erst noch zu einem Ortstermin mit Vertretern der Münchner P&R GmbH auf dem Parkplatz trifft. Diese GmbH betreibt den Parkplatz.

Entscheidungsgrundlage für die Erhebung von Parkgebühren sei der Zuwendungsbescheid beim damaligen Bau der insgesamt 195 Stellplätze. Erst seit einer Änderung 2010 sei es möglich, auch Gebühren erheben zu können. „Die aber dürfen lediglich die Betriebskosten decken“, stellte Fent klar. Nach einem ersten Gespräch mit der P&R GmbH „würden diese wohl zwischen 50 Cent und einem Euro pro Tag liegen“, erklärte der Bürgermeister. Sein Stellvertreter Ernst Sporer-Fischbacher (UNL) sprach von einer „guten Sache“, kam aber auf ein sich ankündigendes Problem zu sprechen: „Wenn wir Gebühren erheben, müssen wir auch die Falschparker auf der Bahnhofstraße konsequenterweise abschleppen lassen.“

Die finden sich laut CSU-Gemeinderat Martin Pregler nicht nur im unmittelbaren Bahnhofsbereich, sondern auch auf der Südseite bis hin zur Bahnunterführung. Grünen-Gemeinderätin Waltraud Gruber plädierte dafür, die Parkgebührenfrage in ein Gesamtkonzept einzubinden. Zumindest denkbar sei doch, Busse von den Nachbargemeinden zum Bahnhof frequentieren zu lassen. Das gleiche gelte aber auch für die Erreichbarkeit von den Aßlinger Ortsteilen aus. Bleibe Letztere aus, prognostizierte Gruber „einen Aufschrei in den Ortsteilen“.

Dass das Parkplatzproblem am Bahnhof eine einfache Rechenaufgabe und somit schlecht lösbar sei, machte FW-Gemeinderat Erich Hanslmayer deutlich: „Man ist in Rott und Ostermünchen schon seit Jahren im Gespräch, um in den MVV-Bereich integriert zu werden, ohne dass eine Entscheidung in Aussicht steht. Solange die aber fehlt, spart sich ein Pendler, wenn er von Aßling aus nach München fährt gegenüber der DB-Fahrkarte 1000 Euro pro Jahr.“ Eberhard Rienth

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